Wichtlplatte, 1765 m (Bayerische Voralpen)

Am Westrücken der Wichtlplatte

Am Westrücken der Wichtlplatte

Wichtlplatte - Gipfel-Daten zu diesem Berg

Mit der Wichtlplatte endet nach Westen hin der hohe Teil der Blauberge - die folgenden Erhebungen fallen dann alle um eine Stufe niedriger aus. Dabei stellt der Gipfel allerdings kaum mehr als eine Gratschulter der nahen Blaubergschneid dar. Während sich das Gelände an den Gratkämmen und im Süden freundlich präsentiert, wird die Nordflanke von der Kleinen Wolfsschlucht durchrissen

Auf der Sonnenseite unterhalb des Westkamms liegt die Blaubergalm, und zwar schon ein ganzes Stück niedriger als der Gipfel, denn der Kamm sinkt westlich der Wichtplatte gleich über eine längere Strecke deutlich ab. Oberhlab der Alm am Kamm verzeichnen manche Karten noch den "Predigtstuhl" als weiteren Gipfel, an dieser Stelle findet sich aber nur ein flacher Gratabsatz, bevor sich der Rücken nochmals eine Stufe tiefer zum Sattel vor dem Schildenstein absenkt.

Foto-Galerie zur Wichtlplatte

Wichtlplatte mit Blaubergalm von Westen

Wichtlplatte mit Blaubergalm von Westen

Blaubergkamm mit Blaubergschneid und Wichtlplatte über dem Sattel am Schildenstein

Blaubergkamm mit Blaubergschneid und Wichtlplatte über dem Sattel am Schildenstein

Wichtlplatte mit Blaubergalm

Wichtlplatte mit Blaubergalm

Blaubergschneid und Wichtlplatte über der Kammeinsenkung in Richtung Schildenstein

Blaubergschneid und Wichtlplatte über der Kammeinsenkung in Richtung Schildenstein

Wichtlplatte aus dem Sattelbereich unter dem Schildenstein gesehen

Wichtlplatte aus dem Sattelbereich unter dem Schildenstein gesehen

Blaubergschneid und Wichtlplatte aus Richtung Leonhardstein gesehen

Blaubergschneid und Wichtlplatte aus Richtung Leonhardstein gesehen

Anstiege und Bergtouren Wichtlplatte

Blaubergeüberschreitung von der Halserspitz zur Wichtlplatte (leichter Wanderweg):

Die Überschreitung der Blauberge ist eine schöne, aussichtsreiche Kammwanderung. Zu beachten ist, dass der Weg oft knapp südlich unterhalb der Grathöhe durch Latschengelände führt, wo es sich an heißen Tagen unangenehm aufheizen kann. Wie so oft in den niedrigeren Vorbergen empfiehlt sich deshalb besonders der Herbst als optimale Jahreszeit für diese Tour.

Vom Gipfel der Halserspitz verläuft der Kamm fast genau nach Westen über Karspitz, Blaubergkopf und Blaubergschneid zur Wichtlplatte. Auch der Weg hält sich immer grob an den Kammverlauf, so dass man gleich zu Beginn Abzweigungen nach rechts in Richtung Wildbad Kreuth und wenig später nach links zur Gufferthütte ignoriert. Ein erster Gratkopf, der als Karspitz bezeichnet wird, bleibt rechts oberhalb. Der ziemlich unbedeutende Gipfel kann aber mit einem Abstecher von nur wenigen Metern Aufstiegshöhe sehr schnell erreicht werden. Über einen weit geschwungenen, latschenbewachsenen Sattel und einen ebenso sanften, kurzen Gegenanstieg gelangt man zum höchsten Punkt der Blaubergschneid. Der Weg hält sich auch hier direkt südlich unter der Grathöhe, der Gipfel liegt aber praktisch unmittelbar am Wegrand. Angenehmerweise ist der Grat hier latschenfrei und der grasige Gipfelbereich bietet sich für eine Rast an.

Im weiteren Gratverlauf erblickt man hinter einem diesmal etwas tiefer (ca. 100 Höhenmeter) eingesenkten Gratsattel und einem kleinen Vorkopf den Blaubergkopf als nächstes, ebenfalls 1787m hohes Gipfelziel. Der Wegabschnitt dorthin ist ganz ähnlich beschaffen wie der bisherige Gratübergang: Es gibt keine erwähnenswerten Schwierigkeiten und der Steig weicht dem meist latschenbewachsenen Gratrücken fast überall etwas nach links aus. Auch bei der Blaubergschneid führt der Weg nach der Durchquerung einer kleinen schrofigen Zone knapp südlich unter dem höchsten Punkt hindurch. Über Gras sind es aber nur ein paar Schritte zum Gipfel mit Grenzstein.

Von der Blaubergschneid nur durch einen kurzen, wenig eingesenkten Kamm getrennt bildet anschließend die Wichtlplatte den letzten (kleinen) Gipfel im Kernstück des Blaubergkamms. An dieser Gratschulter endet damit die Wanderung über den Höhenzug, die nun in aller Regel mit dem Abstieg in Richtung Blaubergalm und Schildenstein fortgesetzt wird.

Der Weg führt wenige Meter links unter der kleinen Karspitz hindurch

Der Weg führt wenige Meter links unter der kleinen Karspitz hindurch

Am Gipfelgrat des Blaubergkopfs

Am Gipfelgrat des Blaubergkopfs

Auf dem Blaubergkopf

Auf dem Blaubergkopf

Rückblick vom Blaubergkopf zur Halserspitz

Rückblick vom Blaubergkopf zur Halserspitz

Gratverlauf beim Übergang zur Blaubergschneid

Gratverlauf beim Übergang zur Blaubergschneid

Rückblick zum Blaubergkopf beim Anstieg zum Vorgipfel der Blaubergschneid

Rückblick zum Blaubergkopf beim Anstieg zum Vorgipfel der Blaubergschneid

Nach dem ersten Anstieg senkt sich der Kamm vor dem Hauptgipfel der Blaubergschneid noch einmal etwas ein

Nach dem ersten Anstieg senkt sich der Kamm vor dem Hauptgipfel der Blaubergschneid noch einmal etwas ein

Die kleine schrofige Zone direkt vor dem Gipfel der Blaubergschneid

Die kleine schrofige Zone direkt vor dem Gipfel der Blaubergschneid

Am höchsten Punkt der Blaubergschneid

Am höchsten Punkt der Blaubergschneid

Aussicht nach Norden zu den Bergen rund um Kreuth

Aussicht nach Norden zu den Bergen rund um Kreuth

Ein letzter Rückblick zur Halserspitz

Ein letzter Rückblick zur Halserspitz

Zum letzten Gipfel der Kammüberschreitung, der Wichtlplatte, ist es nicht mehr weit

Zum letzten Gipfel der Kammüberschreitung, der Wichtlplatte, ist es nicht mehr weit

Blick zur Wallberggruppe

Blick zur Wallberggruppe

Guffert zwischen Schneidjoch und Natterwand

Guffert zwischen Schneidjoch und Natterwand

Am Gipfelkamm der Wichtlplatte

Am Gipfelkamm der Wichtlplatte

Der Kamm zieht über den kleinen Kopf der Karspitz in Richtung Blaubergkopf

Der Kamm zieht über den kleinen Kopf der Karspitz in Richtung Blaubergkopf

Abstieg zur Blaubergalm und durch die Große Wolfsschlucht nach Wildbad Kreuth (I, in der Schlucht anspruchsvoller, seilversicherter Weg in steilem Gelände):

An der Wichtlplatte beginnt der Hauptgrat der Blauberge über ein längeres Stück deutlich abzusinken bis in den nur 1450m hoch gelegenen Sattel vor dem Schildenstein. Der Abstiegsweg über den Westgratrücken folgt einer mehrere Meter breiten grasigen Gasse zwischen Latschenhängen - dem Grenzstreifen von Bayern und Tirol. Der Blick geht dabei auf den weiten Sattelbereich, aus dem die Wolfsschlucht nach Norden hinabführt, und die darüber folgenden Erhebungen von Schildenstein und Platteneck. Am Ende der Gasse wendet sich der Weg allmählich nach links vom Grat weg und im Bereich eines flachen Wiesengeländes mit zahlreichen kleinen Buckeln endgültig in südliche Richtung zur nahen Blaubergalm hinunter. Leider ist dieser Bereich durch zahlreiche Eingriffe in die Natur (großflächige Planierungen und unschöne Verschläge bei der Alm sowie oberhalb in den Hang hineingebaute Tanks) nicht gerade attraktiv. Immerhin bietet die Alm während der Bewirtschaftungszeiten eine Einkehrmöglichkeit. Es besteht aber auch die Möglichkeit, nicht die Route über die Alm zu nehmen, sondern sich im flachen Buckelwiesenbereich wieder in Richtung Grathöhe zu halten, wo ein Steig mit alten Markierungen am Rücken entlang weiter abwärts führt. Dieser Steig verlässt den Gratrücken erst dort, wo das Gelände direkt oberhalb des Sattels ziemlich steil wird, und führt dort nach links hinunter zur Vereinigung mit der Variante über die Alm.

Noch kurz etwas in Richtung Sattel absteigend gelangt man zur Wegverzweigung, wo es links in Richtung Schildenstein und Königsalm/Gaißalm geht und rechts in die Wolfsschlucht hinab. Der Abstieg durch die steile Wolfsschlucht ist trotz des Wegs ziemlich anspruchsvoll. Alle kritischen Stellen sind zwar durch ein Drahtseil gesichert, etwas Schrofenkletterei erfordert der Steig aber in jedem Fall. Vom Sattel aus geht es zunächst noch durch angenehmes Gelände linkshaltend abwärts, dann im weiterhin bewaldeten Gebiet in kurzen Kehren steiler bergab, bis eine Rechtsquerung über teils schrofigen Untergrund und mit einer steilen griesigen Hangstelle erfolgt. Ohne das hier angebrachte Drahtseil wäre die griesige Passage als problematisch einzustufen, so hat man aber zusammen mit den aus dem harten Untergrund gehauenen Tritten genügend Sicherheit.

Im Anschluss an die Querung führt der Weg wieder steil bergab bis vor eine ganz kleine Hangschulter, und wendet sich dort - weiterhin an den schrofigen Stellen mit Drahtseilsicherung - auf die linke Hangseite. Aufgrund der Steilheit des Schluchtgeländes handelt es sich bei einigen Drahtseilpassagen um relativ anspruchsvolle Kletterstellen für einen Weg in dieser Höhenlage. Schließlich legt sich das Gelände wieder etwas zurück, und mit einer letzten schrofigen Kletterstelle (hier ohne Seilsicherung) gelangt man zu dem Punkt, wo das nur noch mäßig abfallende Tal in Richtung Siebenhütte beginnt. Hier kommen bergseitig aus allen Richtungen rinnenzerfurchte Steilhänge herab, während sich talwärts ohne jeden Übergang eine mehrere Meter breiter Bachgrund ausbildet.

Links und rechts wird der Talgrund anfangs noch von steilen Hängen begleitet, so dass der Weg zunächst direkt durch das Geröll des Bachbetts verläuft. Anschließend gibt es kurz einen Pfad am rechten Rand des Bachbetts, bevor der Steig noch einmal den kleinen Bach überquert und nun auf der linken Talseite bis zum Beginn eines Fahrwegs führt. Dieser leitet an einer weiteren Almhütte vorbei zur Siebenhütte, wobei er sich zwischenzeitlich deutlich vom Bach entfernt. Das restliche Wegstück bis nach Wildbad Kreuth oder zu einem der Parkplätze in der Umgebung kann wahlweise auf einer Fahrstraße oder Fußwegen zurückgelegt werden.

Am Beginn des Abstiegs an der Wichtlplatte mit Blick auf Platteneck und Schildenstein

Am Beginn des Abstiegs an der Wichtlplatte mit Blick auf Platteneck und Schildenstein

Im freien Grenzstreifen geht es zwischen Latschen hindurch ein längeres Stück abwärts

Im freien Grenzstreifen geht es zwischen Latschen hindurch ein längeres Stück abwärts

Im Norden schaut man auf die Hirschberggruppe mit dem felsigen Leonhardstein

Im Norden schaut man auf die Hirschberggruppe mit dem felsigen Leonhardstein

Einfließende Nebelmassen über dem Platteneck

Einfließende Nebelmassen über dem Platteneck

Blick zum Guffert

Blick zum Guffert

Ausläufer des Karwendel-Vorgebirges im Westen

Ausläufer des Karwendel-Vorgebirges im Westen

Rückblick auf den oberen Teil des Abstiegs an der Wichtlplatte

Rückblick auf den oberen Teil des Abstiegs an der Wichtlplatte

Noch vor dem Schildenstein geht es nach rechts in die Große Wolfsschlucht hinunter

Noch vor dem Schildenstein geht es nach rechts in die Große Wolfsschlucht hinunter

Einblick in die wilde Nordseite des Blaubergkamms

Einblick in die wilde Nordseite des Blaubergkamms

Auf der Buckelwiese oberhalb des Sattelbereichs vor dem Schildenstein

Auf der Buckelwiese oberhalb des Sattelbereichs vor dem Schildenstein

Passende Herbststimmung zu den Blaubergen

Passende Herbststimmung zu den Blaubergen

Noch über der Nebelgrenze

Noch über der Nebelgrenze

Erste versicherte Stellen im Bereich der Großen Wolfsschlucht

Erste versicherte Stellen im Bereich der Großen Wolfsschlucht

Die zu querende griesige Hangstelle

Die zu querende griesige Hangstelle

Weiterer Abstieg von der kleinen Schulter im Hang aus

Weiterer Abstieg von der kleinen Schulter im Hang aus

Eine der Kletterstellen in der Großen Wolfsschlucht im Rückblick

Eine der Kletterstellen in der Großen Wolfsschlucht im Rückblick

 

Gipfelseiten.de - © 2013, E-Mail: mail@gipfelseiten.de - Impressum / Kontakt