Trainsjoch, 1707 m (Bayerische Voralpen)

Trainsjoch von Nordwesten

Trainsjoch von Nordwesten

Trainsjoch - Gipfel-Daten zu diesem Berg

Foto-Galerie zum Trainsjoch

Trainsjoch mit Nordflanke

Trainsjoch mit Nordflanke

Das Trainsjochmassiv mit dem Ascherjoch rechts über dem Ursprungtal

Das Trainsjochmassiv mit dem Ascherjoch rechts über dem Ursprungtal

Trainsjoch von Südwesten

Trainsjoch von Südwesten

Der Gipfelbereich von Norden gesehen

Der Gipfelbereich von Norden gesehen

Trainsjoch von Nordwesten

Trainsjoch von Nordwesten

Trainsjoch über dem Westkamm des Kleinen Unterbergs mit der Krähwand

Trainsjoch über dem Westkamm des Kleinen Unterbergs mit der Krähwand

Trainsjoch mit Nordwestflanke

Trainsjoch mit Nordwestflanke

Trainsjoch und Ascherjoch vom Veitsberg

Trainsjoch und Ascherjoch vom Veitsberg

Anstiege und Bergtouren Trainsjoch

Von Ursprung durchs Trockenbachtal und über den Westrücken (Wanderweg mit einigen schrofigen Stellen):

Etwa 700 Meter südlich der deutsch-österreichischen Grenze zweigt von der Straße Bayrischzell – Landl der Wirtschaftsweg ins Trockenbachtal ab (dazwischen liegen auf ungefähr halber Strecke noch die Häuser von Ursprung). Bei der Abzweigung bestehen auf beiden Seiten der Straße Parkmöglichkeiten, allerdings nicht unbegrenzt viele.

Der Aufstieg zum Trainsjoch folgt nun zunächst der Almstraße, die am linken (orographisch rechten) Ufer des Trockenbachs sofort zügig ansteigt. Da der Name des Bachs durchaus seine Berechtigung hat, ist statt eines Bachs aber im Normalfall nur ein Bachbett zu sehen. Wo die Fahrstraße auf die andere Seite des Talgrunds wechselt, beginnt links ein Fußweg, der den weiteren Aufstieg vermittelt und die bisherige Talseite beibehält. Kurz durchzwischen Bäumen hindurch, dann immer mehr auf Weidegelände hinaustretend führt er talein zu den Trockenbachalmen. Die sich hier wieder bis auf wenige Schritte nähernde Straße bleibt ebenso wie die Almhütten rechts. Statt dessen steigt man in einem kleinen seichten Talboden nun direkt auf den langen Westrücken des Trainsjochs zu weiter an. Dabei nähert sich weiter oben wieder die hier weit nach links ausholende Straße. Einmal wird sie nur kurz gekreuzt, beim nächsten Zusammentreffen endet dann der Fußweg und es geht nach rechts auf der Straße weiter zu einer Jausenstation, der höchstgelegenen Hütte der Trockenbachalmen.

Am Hang oberhalb der Jausenstation wendet man sich scharf links auf den Weg in Richtung Nesseltal und Trainsjoch-Westrücken (Wegweiser). Der Steig behält am Hang den linksgerichteten Verlauf bei, steigt aber dabei immer mehr direkt an. Wo der Weg ins Nesseltal nach links abzweigt, geht man weiter geradeaus auf dem Steig, der wenig später den Westrücken bereits etwas höher oben erreicht. Am Rücken befindet sich hier eine schmale Grasschneise zwischen Fichtenwald. In Richtung Trainsjoch wird zunächst ein flacher Abschnitt passiert, dann geht in mittels ganz kurzer Kehren steiler hinauf zum nächsten Gratabsatz mit schönen Bäumen, die aber auch viele freie Ausblicke erlauben. Anschließend verliert der Steig sogar ein paar Höhenmeter und führt zu einem kleinen Sattel hinab, aus dem sich der Rücken nun steiler hinaufschwingt. Am Ende dieses steileren Teils wird der Untergrund erstmals etwas schrofig.

Nach der folgenden Gratschulter ähnelt der Anstieg in kurzen Kehren zwischen Bäumen und Latschen hindurch wieder dem unteren Abschnitt des Rückens. Ein auffallender Felsblock wird rechts umgangen, wobei wieder schrofige Passagen zu überwinden sind – insgesamt stellt der Steig aber nur begrenzte bergsteigerische Ansprüche. Mit der Gratschulter oberhalb des Blocks beginnt der letzte Gratabschnitt, der im Latschengelände über einige Köpfe hinweg zur höchsten Erhebung hin durchschnittlich wieder weniger steil ansteigt. Nach einem kurzen Schrofenband passiert man den letzten Vorgipfel rechts unterhalb und gelangt über die folgende Einsattelung, aus der eine Schlucht weit ins Nesseltal hinabzieht, schnell zum Gipfelkreuz. Der nahe Vorgipfel kann eine gute Ausweichmöglichkeit für die Gipfelpause bieten, wenn der durch Latschen etwas eingeschränkte Platz am höchsten Punkt schon zu voll belegt ist.

Abstieg nach Osten und zur Trainsalm (ziemlich leichter Wanderweg, im Weidegelände undeutlich):

Der Gipfelkamm des Trainsjochs setzt sich nach dem höchsten Punkt noch über einige weitere Gratköpfe nach Nordosten fort, später läuft der Kamm dann – nachdem links der Verbindungskamm zum Traithen abgezweigt ist – als Weidefläche nach Südosten aus. Dieser aussichtsreiche Kammverlauf bietet sich für einen Abstieg zur Trainsalm an, selbst wenn es sich nicht um den direktesten Weg dorthin handelt.

Vom Gipfel aus führt der Weg zwischen den Latschen am Kamm oder oft auch etwas rechts in die weniger steile Südseite ausweichend über minimale Zwischenerhebungen hinab, dann wieder ansteigend auf de etwas höheren Kopf, der schon vom Gipfel aus als teilweise felsige, letzte größere Erhebung des Gipfelgrats auffällt. Die Felsen beschränken sich auf die Nordseite; von rechts her wird der oben grasige Kopf zwar steil, aber ohne Kletterei erreicht.

Anschließend behält der Grat zunächst seine Richtung und seinen Charakter noch bei, sinkt aber nun schneller ab. So gelangt man bald zu den grasigen Flächen, die von der Trainsalm-Seite bis zum Grat heraufreichen. Wenig später folgt eine Weggabelung: In die Nordseite führt ein Weg in Richtung Traithen- und Brünnsteingebiet hinunter, zur Trainsalm geht es am nach Südosten umknickenden Wiesenkamm weiter. Nach einer Schulter mit Grenzstein wird der Weg undeutlich, so dass man dem genauen Verlauf kaum noch folgen kann. Dies ist aber nicht schlimm, da der breite Rücken überall gut begehbar ist und wenig später auch verflacht. Außerdem ist rechts bereits der Fahrweg sichtbar, der von den Trainsalmen quer durch die Flanke verläuft und an seinem Ende auch den Abstiegsrücken am Beginn einer ebenen Fläche erreicht. Entweder folgt man dem bequemen Rücken noch ein gutes Stück weiter, an einem Kreuz vorbei, bis zum Fahrweg oder man steigt abkürzend schon vorher beliebig über die Weidehänge ab (tendenziell umso weniger steil, je weiter man am Rücken geht). Die Straße führt dann leicht fallend schnell zur Trainsalm hinab. Über deren Zufahrtsstraße, die noch vor der ersten Hütte scharf links abbiegt, kann ins Tal der Thierseer Ache, insbesondere nach Schmiedtal, abgestiegen werden.

 

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