Taubenstein, 1692 m (Bayerische Voralpen)

Die Gipfelwand am Taubenstein

Die Gipfelwand am Taubenstein

Taubenstein - Gipfel-Daten zu diesem Berg

Der Taubenstein ragt als einzelner Felsblock im langen Verbindungskamm von Aiplspitz- und Rotwandgebiet auf. Obwohl der Kamm gleich anschließend schon eine größere Höhe erreicht, ist der Taubenstein damit die auffälligste Erhebung des Gratzugs. Besonders markant wirkt er mit fast senkrechten Felsen über der Bergstation der Taubensteinbahn. Hier verlaufen sogar einige kurze Kletterrouten durch den Gipfelblock. Auch für sonstige Besucher ist der Taubenstein durch die Bahnnähe einer der am schnellsten erreichbaren Gipfel der Bayerischen Voralpen. Allerdings stellt sich der Aufstieg für einen Bergbahngipfel ungewöhnlich anspruchsvoll dar, denn auch auf der Seite des Normalanstiegs gibt es keine schrofenfreie Aufstiegsmöglichkeit. Ein Drahtseil ermöglicht dann aber doch den meisten Gipfelaspiranten den Genuss der Aussicht und vor allem des Tiefblicks von dem exponierten Platz. Auf den anderen Seiten geht es überall steil hinunter!

Foto-Galerie zum Taubenstein

Die Südseite des Taubensteins

Die Südseite des Taubensteins

Südostseite des Taubensteins

Südostseite des Taubensteins

Bergstation der Taubensteinbahn am Grat zwischen Rauhkopf und Taubenstein, links davon die Aiplspitz

Bergstation der Taubensteinbahn am Grat zwischen Rauhkopf und Taubenstein, links davon die Aiplspitz

Kamm vom Taubenstein über den Lämpersberg zur Rotwand

Kamm vom Taubenstein über den Lämpersberg zur Rotwand

Taubenstein über der Bergstation der Seilbahn

Taubenstein über der Bergstation der Seilbahn

Gipfel zwischen Rauhkopf und Rotwand über dem Spitzingsee-Tal, links oberhalb der Bildmitte der felsige Taubenstein

Gipfel zwischen Rauhkopf und Rotwand über dem Spitzingsee-Tal, links oberhalb der Bildmitte der felsige Taubenstein

Anstiege und Bergtouren Taubenstein

Vom Spitzingsattel über die Bergstation der Taubensteinbahn (erst leichte Wanderwege, im Gipfelbereich schrofig mit Drahtseilsicherung):

Zur Bergstation der Taubensteinbahn kann man außer mit einer Bahnfahrt auch zu Fuß vom Spitzingsee oder Spitzingsattel aus aufsteigen. Der Spitzingsattel liegt dabei als Ausgangspunkt etwas höher undspart somit ein paar Höhenmeter. Über den Sattel führt die Straßevon der B307 zum Spitzingsee und es steht hier ein gebührenpflichtiger Parkplatz zur Verfügung.

Am Südende des Parkplatzes beginnt der Anstieg in Richtung Taubenstein und Rotwand. Nach einem Weidehang führt er bald inden Wald hinein und hier quer durch die Hänge des Jägerkamp ansteigend zu einer Wiese mit schönem Blick hinunter zum Spitzingsee. Bei der Wegverzweigung zu Beginn des freien Geländes wählt man den unteren Weg. Er überquert die Wiese, um danach im Wald auf den alternativen Anstiegsweg zu treffen, der von der Talstation der Taubensteinbahn am Spitzingsee heraufführt.

Der breite Weg schwenkt bald ins Tal des Lochgrabens ein. Das künstlich angelegte Bachbett wird zunächst nicht überschritten, sondern erst dort, wo es sich nach links wendet. Weiter in Richtung taleinwärts steigt der Fußweg nun wieder deutlich an und trifft bald auf die quer verlaufende Zufahrtsstraße zu den Schönfeldalmen und der Schönfeldhütte. Auf ihr geht es nur einige Schritte nach links, wo scharf nach rechts wieder ein (anfangs noch breiter) Fußweg abzweigt, der nun an einzelnen Bäumen vorbei über das Wiesen- und Pistengelände zum Sattel zwischen Rauhkopf (links) und Taubenstein (rechts) hinauf führt. Überschreitet man den Sattel, gelangt man in wenigen Minuten zum Taubensteinhaus, rechts geht es dagegen noch kürzer zur nahen Bergstation der Taubensteinbahn, die auf dem Nordrücken des Taubensteins liegt. Darüber ist der Taubenstein mit der felsigen Nordwestwand und dem Gipfelkreuz zu sehen.

Links an der Bergstation beginnt über eine kurze Treppe der Steig in Richtung Taubenstein und Rotwand. Er führt am Rücken durch Wald und zwischen Latschen auf den Taubenstein zu, weicht dann den Felsen des Gipfelaufbaus nach links aus und verläuft dann nach einer Geländekante über flaches Gelände mit einem einzelnen, gespaltenen Felsblock links unter dem Taubenstein hindurch. Wo der Weg den Felsblock passiert, zweigt nach rechts oben der Gipfelanstieg zum Taubenstein ab (Wegweiser). Es gibt im unteren Teil mehrere mögliche Routen, so ist es auch möglich, direkt nach der Geländekante schräg über schrofiges Gelände anzusteigen (geringfügig schwieriger). Vom Wegweiser aus hält sich die am deutlichsten ausgeprägte Anstiegsroute am Beginn des schrofendurchsetzten Gelände zunächst schräg rechts, dann geht es direkt hinauf in eine mit einem Drahtseil versehene Schrofenrinne hinein. Sie führt die restlichen Höhenmeter zum Gipfel hinauf. Durch die Drahtseilsicherung ist der Aufstieg über die ziemlich geglätten Felstritte relativ unproblematisch, auch wenn der Gipfelaufbau insgesamt steil ist und damit doch bereits einen Teil der Wanderer abschreckt, die von der Taubensteinbahn zur Rotwand unterwegs sind.

Der einzelne Felsblock am Weg unterhalb des Gipfelaufbaus kann im Übrigen gut erklettert werden (Schwierigkeitsgrad I): Auf der vom Weg aus gesehen rechten Seite ermöglichen gute Griffe und Tritte den ganz kurzen Aufstieg zur vom Wasser stark zerfressenen Gipfelfläche.

 

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