Steintraithen, 1747 m (Bayerische Voralpen)

Steintraithen über der Hirschlacke

Steintraithen über der Hirschlacke

Steintraithen - Gipfel-Daten zu diesem Berg

Der Steintraithen, auch Steilner Joch genannt, hängt über einen sanften Kamm eng mit dem Großen Traithen zusammen. Mehr noch als das Unterberger Joch, das eine eher unbedeutende Schulter dieses Gratzugs bildet, kann der Steintraithen dennoch als eigenständiger Gipfel gesehen werden: Seine Schartenhöhe ist beim Gratübergang zumindest spürbar und außerdem zweigt hier ein bedeutender Seitengrat nach Norden ab. Er trennt den Traithenkessel von der Seeonalm und begrenzt in seinem weiteren Verlauf (Gassenleite) das Gebiet der Rosengasse im Osten. Dadurch erscheint der Steintraithen von der Seeonalm oder vom Traithenkessel aus als ausgeprägter Gipfel und bedeutender Geländepunkt.

Über alle drei Gratrücken des Steintraithens führen Wege zum Gipfel. Bei einer Rundtour über das Traithenmassiv ist er damit ein fester Bestandteil der Route.

Foto-Galerie zum Steintraithen

Steintraithen mit Südflanke

Steintraithen mit Südflanke

Der Steintraithen vom Kleinen Unterberg gesehen

Der Steintraithen vom Kleinen Unterberg gesehen

Am Ostkamm des Steintraithens (Steilner Grat)

Am Ostkamm des Steintraithens (Steilner Grat)

Der Steintraithen mit dem langen Ostrücken über dem Gießenbachtal

Der Steintraithen mit dem langen Ostrücken über dem Gießenbachtal

Steintraithen mit Nordwestflanke vom Unterberger Joch gesehen

Steintraithen mit Nordwestflanke vom Unterberger Joch gesehen

Steintraithen über dem Traithenkessel

Steintraithen über dem Traithenkessel

Steintraithen von Osten

Steintraithen von Osten

Der Nordgrat zum Steintraithen

Der Nordgrat zum Steintraithen

Unterberger Joch und Steintraithen über dem Talschluss des Gießenbachs

Unterberger Joch und Steintraithen über dem Talschluss des Gießenbachs

Großer Traithen und Steintraithen von Südwesten

Großer Traithen und Steintraithen von Südwesten

Anstiege und Bergtouren Steintraithen

Übergang vom Unterberger Joch zum Steintraithen (einfacher Wanderweg):

Über den Verbindungskamm von Unterberger Joch und Steintraithen führt ein Weg immer am Grat entlang. Nach der Einsattelung zwischen den beiden Gipfeln folgt ein kurzer Gegenanstieg zum Steintraithen, wobei der leichte Wanderweg fast durchgängig von Latschen flankiert wird.

Am Gipfel des Steintraithens gibt es einen kleinen latschenfreien Platz, auf dem das Gipfelkreuz steht. Der höchste Punkt liegt allerdings schon einige Meter vorher knapp neben dem Weg. Anders als es zunächst aussieht, ist aber auch dieser eigentliche Gipfelpunkt latschenfrei und fast ohne Latschenberührung zu erreichen: Hierzu verlässt man den Weg ca. fünf Meter bevor er auf den Platz mit dem Gipfelkreuz trifft an der einzigen schmalen Stelle ohne dichte Latschen. Über nur ein paar einzelne, nicht besonders hinderliche Latschenäste geht es von dort kurz hinauf zu der kleinen grasigen Stelle am Gipfel.

Abstieg vom Unterberger Joch auf den Steintraithen zu

Abstieg vom Unterberger Joch auf den Steintraithen zu

Rückblick zu Unterberger Joch und Großem Traithen

Rückblick zu Unterberger Joch und Großem Traithen

Blick vom Steintraithen über Vogelsang und Sudelfeldkopf hinweg zum Wendelsteinmassiv

Blick vom Steintraithen über Vogelsang und Sudelfeldkopf hinweg zum Wendelsteinmassiv

Nur die Spitze des Gipfelkreuzes am Steintraithen ragt aus den Latschen

Nur die Spitze des Gipfelkreuzes am Steintraithen ragt aus den Latschen

Abstieg ins Brünnsteingebiet und zur Rosengasse (Zum Brünnsteingebiet auf teils undeutlichem Pfad leicht, zur Rosengasse eine felsige Passage):

Der Abstieg vom Steintraithen nach Osten in Richtung Himmelmoosalm stellt eine schöne Abstiegsvariante dar, vor allem da hier das Latschengelände bald in abwechslungsreicheren lichten Wald übergeht. Zunächst führt der Weg zwar am Kamm entlang noch durch Latschen abwärts, wo er sich aber allmählich ein wenig vom Gratrücken entfernt, ändert sich der Bewuchs. Der Rücken selbst, "Steilner Grat" genannt, bleibt nun über ein längeres Stück links oberhalb und wird flacher. Dabei bildet er kleine Zwischenerhebungen aus, die vom Weg her durch kurzen pfadlosen Anstieg über den meist grasigen Waldboden zu erreichen wären. Während nach Norden hin in diesem Bereich Felsabbrüche für alpines Gelände sorgen, gibt es am Wegverlauf in der Südflanke nur mäßig steiles Gelände. Der gesamte Abstieg ist damit als leicht einzustufen.

Später nähert sich der Weg wieder dem langsam absinkenden Gratrücken, auf dem nun eine kleine Steinmauer als alte Weidebegrenzung steht. nach einiger Zeit wechselt der Steig auf die andere Seite der Umfriedung und führt in nur noch locker bewaldetes Wiesengelände mit schönem Blick auf das Brünnsteinmassiv und zum Wilden Kaiser. Der Weg ist im unteren Teil nicht mehr so breit und deutlich ausgeprägt wie zu Beginn, was aber bei dem unproblematischen Gelände nicht schlimm ist. Zum Auslauf des Rückens hin verschwindet der Steig auf der Wiese fast ganz, man sieht aber links wenig unterhalb einen Fahrweg, zu dem man beliebig an früherer oder späterer Stelle bequem absteigen kann. Der Fahrweg führt rechts (östlich) zur nahen Himmelmoosalm und in Richtung Brünnsteinhaus, nach links dagegen über einen breiten Sattel zur ebenfalls nicht allzu weit entfernten Seeonalm, die an einem kleinen See im Kessel nördlich unter dem Steintraithen liegt.

Hat man den Steintraithen in eine Rundtour über das Traithenmassiv einbezogen, kommt von der Seeonalm ein Abstieg zur zentral gelegenen Rosengasse in Betracht, z.B. über die Einsattelung im Nordgrat des Steintraithens. Dazu geht man links an der Alm vorbei und wählt bei der bald folgenden Wegverzweigung den linken Steig (in Richtung Traithen). Dieser führt am Rand des Kesselgrunds an den Hang unter dem Sattel heran und behält somit in etwa die Richtung des Fahrwegs zur Seeonalm bei. Am Hang geht es dann auf dem nicht immer besonders ausgeprägten Weg - aber dennoch ohne Orientierungsprobleme - durch Grasgelände hinauf in den Sattel, in dem der Nordgrat des Steintraithens ausläuft. Der Weg vom Gipfel über diesen Grat wäre natürlich eine deutlich kürzere alternative Variante zum Abstieg über den Steilner Grat und anschließenden Wiederaufstieg über die Seeonalm, allerdings ist letztere Route viel abwechslungsreicher.

Auf der gegenüber liegenden Seite des Sattels wandert man wieder hinab und gelangt zum nordöstlichen Rand des Traithenkessels. Von dort aus wird besonders deutlich, wie tief diese abflusslose Mulde zwischen Jägerwand, Großem Traithen und Steintraithen eingesenkt ist. Am Kesselrand zeigt nach rechts der Weg zur Rosengasse ab. Er führt anfangs ziemlich steil ins Tal hinab, wobei auch eine felsige, etwas schwierigere Stelle passiert werden muss. Der Steig überwindet den steilen Abhang unterhalb der Talschwelle des Traithenkessels rechtshaltend und verläuft dann ziemlich direkt auf die Rosengassenalm zu. Kurz vor dieser trifft man auf einen quer verlaufenden Weg, hält sich links und wandert ab hier auf einer Fahrstraße an der Alm vorbei zu den Parkplätzen bei der Rosengasse.

Ende der Latschen beim Abstieg vom Steintraithen

Ende der Latschen beim Abstieg vom Steintraithen

Unterhalb vom Ostkamm führt der Weg durch lichten Wald

Unterhalb vom Ostkamm führt der Weg durch lichten Wald

Abstieg entlang der kleinen Steinmauer auf den Brünnstein zu

Abstieg entlang der kleinen Steinmauer auf den Brünnstein zu

Rotwandlspitze und Brünnstein über dem allmählich undeutlicher werdenden Weg

Rotwandlspitze und Brünnstein über dem allmählich undeutlicher werdenden Weg

Aussicht zum Kaisergebirge

Aussicht zum Kaisergebirge

Nochmals ein Blick auf den Brünnstein mit dem Wilden Kaiser im Hintergrund

Nochmals ein Blick auf den Brünnstein mit dem Wilden Kaiser im Hintergrund

Steintraithen bei der Wanderung zur Seeonalm

Steintraithen bei der Wanderung zur Seeonalm

Rückblick zur Seeonalm nach dem Gegenanstieg zum Sattel unter dem Nordgrat des Steintraithens

Rückblick zur Seeonalm nach dem Gegenanstieg zum Sattel unter dem Nordgrat des Steintraithens

Blick über den Steilner Grat zum Wilden Kaiser

Blick über den Steilner Grat zum Wilden Kaiser

Die etwas schwierigere Wegpassage beim Abstieg zur Rosengasse

Die etwas schwierigere Wegpassage beim Abstieg zur Rosengasse

Die Rosengassenalm ist bereits sichtbar; darüber der Sudelfeldkopf

Die Rosengassenalm ist bereits sichtbar; darüber der Sudelfeldkopf

 

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