Soinwand, 1751 m (Bayerische Voralpen)

Nordwestflanke der Soinwand über der Weidefläche der Reindleralm

Nordwestflanke der Soinwand über der Weidefläche der Reindleralm

Soinwand - Gipfel-Daten zu diesem Berg

Die Soinwand liegt direkt gegenüber vom Wendelstein und kommt als einziger weiterer Gipfel des Wendelsteingebiets auf eine annähernd vergleichbare Höhe. Vom genauen Kammverlauf kann man sich leicht täuschen lassen, denn die beiden Gipfel hängen nicht über eine gerade Gratlinie zusammen, sondern sind nur über den Umweg über die Zeller Scharte und die westliche Schulter der Kesselwand miteinander verbunden.

Die Fernsicht von der Soinwand bietet gegenüber der des Wendelsteins natürlich nichts Neues, schön ist aber der Blick auf den nahen Gipfelaufbau dieses weithin beherrschenden Bergs. Eine weitere Besonderheit der Soinwand kann von oben dagegen nicht überblickt werden: Durch die Flanken dieses Bergs führt der spektakulärste Abschnitt der Zahnradbahn zum Wendelstein mit mehreren in den steilen Fels der Nordseite des Bergs gesprengten Strecken. Die Bahn kann auch als Aufstiegsverkürzung für den Besuch der Soinwand dienen, denn von der Bergstation aus ist nur ein Abstieg von kaum mehr als 100 Höhenmetern bei einem anschließenden etwa gleich langen Gegenanstieg erforderlich, um den Gipfel der Soinwand zu erreichen.

Foto-Galerie zur Soinwand

Soinwand von Nordwesten (Breitenstein)

Soinwand von Nordwesten (Breitenstein)

Soinwand von Nordosten, rechts Wendelstein

Soinwand von Nordosten, rechts Wendelstein

Wendelstein, Soinwand und Lacherspitz von Südwesten

Wendelstein, Soinwand und Lacherspitz von Südwesten

Anstiege und Bergtouren Soinwand

Über den Südrücken (leichter Wanderweg):

Die Soinwand ist über ihren Südrücken einfach zu erreichen. Der Rücken beginnt dort, wo das Massiv der Soinwand an den Hauptgratzug Wendelstein – Wildalpjoch anschließt. Hier befindet sich eine breite, annähernd ebene Grasschulter. Man erreicht sie sowohl von der Zeller Scharte aus auf einem etwas weier nördlich vom Abstiegsweg nach Brannenburg abzweigenden Steig als auch von der Soin-Seite nördöstlich der Kesselwand aus.

Der eigentliche Anstieg von hier zum Gipfel dauert nicht lange und ist völlig unschwierig. Der Weg verläuft über den breiten Gras- und Latschenrücken bzw. im mittleren Teil knapp links davon. Insbesondere weicht er so einem kleinen felsgekrönten Gratkopf aus.

Das Gipfelkreuz steht am östlichen Ende des Gipfelkamms, wegen der besseren Aussicht auf das Gebiet nördlich des Wendelsteins lohnt es sich aber auch noch, zum etwas niedrigeren westlichen Eckpunkt hinüber zu gehen.

Abstieg zur Zeller Scharte vor dem Wendelstein (leichter Wanderweg):

Der Abstieg zur Zeller Scharte bietet sich an, wenn man zu den Bergstationen der Wendelsteinbahnen, zum Wendelsteinhaus oder zum Gipfel des Wendelsteins weiter möchte. Der ohne Schwierigkeiten zu begehende Weg führt zunächst am Südrücken abwärts, an einer kleinen felsigen Zwischenerhebung rechts vorbei, zu dem Punkt in einem flachen, grasigen Kammabschnitt, wo sich der Rücken teilt: links geht es in Richtung Kesselwand, Lacherspitz und Wildalpjoch, rechts über die Zeller Scharte zum Wendelstein. Auch der Weg gabelt sich hier und man folgt dem rechten Rücken weiter hinab. Da dieser unten steil in die Zeller Scharte abbricht, weicht der Steig aber bald in das Gras- und Latschengelände der rechten Flanke aus. In Kehren nähert man sich der Trasse der Zahnradbahn und einer Hütte, die bereits etwas unterhalb der Höhe der Zeller Scharte liegt. Bei der Wegkreuzung in der Nähe der Hütte geht es dann nach links, am Ende wieder ein paar Höhenmeter ansteigend, zur Scharte (rechts führt der Weg bald unter der Zahnradbahn hindurch und ins Tal hinunter).

 

Gipfelseiten.de - © 2013, E-Mail: mail@gipfelseiten.de - Impressum / Kontakt