Seewand, 1664 m (Bayerische Voralpen)

Seewand - Gipfel-Daten zu diesem Berg

Die Seewand ist als Gipfelpunkt an sich ziemlich unbedeutend, denn die Schartenhöhen zu Wildalpjoch und Lacherspitz hin fallen äußerst gering aus. Da allerdings der gesamte Kammverlauf in diesem Bereich eher eben ist, reicht im Fall der Seewand schon die kleine Steilwand im Norden aus, um sich als Geländepunkt von ihrer Umgebung abzuheben.

Den Namen hat die Seewand vom Soinsee im Kessel unter ihrem Nordabbruch. Von dort aus ist sie allerdings nur ziemlich umständlich zu erreichen, denn der Wanderweg als Verbindungssteig von Wildalpjoch und Wendelstein führt südlich unter dem Gipfel hindurch. Dies dazu in ziemlich geringer Entfernung - dennoch verteidigt sich der Gipfel auch hier durch Latschen und Schottergelände erfolgreich gegen größere Besucherzahlen.

Foto-Galerie Seewand

Seewand von Norden

Seewand von Norden

Anstiege und Bergtouren Seewand

Vom Verbindungsweg Wildalpjoch – Wendelstein über die Südflanke (I, wegloses überschottertes Gelände):

Der Weg vom Wildalpjoch in Richtung Wendelstein führt nur rund 20 Höhenmeter unterhalb des Gipfels durch die Südseite der Seewand. In Richtung Wendelstein beginnt er kurz nach Passieren des Gipfels deutlich anzusteigen. Wenige Augenblicke zuvor wird etwa in Gipfelfalllinie eine schmale Zone mit leicht schrofigem, steilem Schottergelände gequert, das sich aufgrund des ungünstigen Untergrunds für den Aufstieg kaum eignet. Einige Schritte später, nach den auf den Schotter folgenden Latschenbüschen, zieht aber ein grasiger Hangabschnitt vom Weg aufwärts. Hier geht es – ebenfalls etwas überschottert und daher Trittsicherheit erfordernd – zum rechten oberen Ende hinauf, wo am Beginn der Latschen über eine kleine schrofige Stufe (I) aufsteigt. Dann mit etwas Latschenberührung rechtshaltend zum Grat knapp links des Gipfels hinauf und zuletzt nochmals schrofig, aber ohne besondere Schwierigkeiten auf den höchsten Punkt.

Andere Routen sind eher nicht empfehlenswert: Der Grat in Richtung Wendelstein weist nach kurzer Zeit einen kaum umgehbaren Steilabbruch auf, der Rücken zum Wildalpjoch ist nach den Gipfelschrofen selbst zwar kaum noch felsig, aber zwischenzeitlich dicht mit Latschen bewachsen.

 

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