Seekarkreuz, 1601 m (Bayerische Voralpen)

Seekarkreuz von der Hochplatte aus gesehen, vorne der Ostkamm

Seekarkreuz von der Hochplatte aus gesehen, vorne der Ostkamm

Seekarkreuz - Gipfel-Daten zu diesem Berg

Die Nähe zur Lenggrieser Hütte und die Sonnenhänge im Gipfelbereich - diese Kombination macht das Seekarkreuz zu einem überaus beliebten und lohnenden Wanderziel. Der grasige Gipfelhang verwandelt sich an schönen Tagen, vor allem im Herbst, regelmäßig in eine Art Liegewiese. Dabei genießt man einen optimalen Blick auf das Isartal bis zum Verschwinden des Taleinschnitts zwischen den unzähligen sichtbaren Karwendelgipfeln.

Nicht nur von der Lenggrieser Hütte aus - die im übrigen auch unter dem Namen Seekarhütte bekannt ist -, sondern auch aus allen anderen Richtungen führen vielbegangene Wege auf den Gipfel. Nur am Ostkamm, der den kürzesten Zugang von der Rauhalm her bildet, fehlt ein deutlich ausgetretener Steig und somit bleibt die Anzahl der Besteigungen von dieser Seite aus geringer.

Foto-Galerie zum Seekarkreuz

Seekarkreuz mit der Rauhalm, links der Südgrat

Seekarkreuz mit der Rauhalm, links der Südgrat

Am Seekarkreuz-Ostkamm

Am Seekarkreuz-Ostkamm

Seekarkreuz-Südostflanke

Seekarkreuz-Südostflanke

Seekarkreuz von Süden (Schönberg) gesehen

Seekarkreuz von Süden (Schönberg) gesehen

Seekarkreuz über der Hochplatte

Seekarkreuz über der Hochplatte

Im grasigen Gipfelbereich des Seekarkreuzes, hier der Blick über den Südwestkamm zur Zugspitze

Im grasigen Gipfelbereich des Seekarkreuzes, hier der Blick über den Südwestkamm zur Zugspitze

Seekarkreuz über dem Kamm vom Sattel Mariaeck aus

Seekarkreuz über dem Kamm vom Sattel Mariaeck aus

Anstiege und Bergtouren Seekarkreuz

Vom Sattel zwischen Brandkopf und Seekarkreuz über den Nordostrücken (leichter Wanderweg):

Vom Sattel zwischen Brandkopf und Seekarkreuz, der durch eine Almstraße erschlossen ist, führt ein Wanderweg über den breiten Graskamm ohne jede Schwierigkeit zum Gipfel des Seekarkreuzes.

Abstieg zur Lenggrieser Hütte (leichter Wanderweg):

Vom Seekarkreuz-Gipfel über den Südwestrücken (Verbindungsgrat zum Schönberg) kurz hinab und mit einigen Metern Gegenanstieg auf die kleine Graterhebung, die dem Gipfel vorgelagert ist. Hier zweigt der Abstieg zur Lenggrieser Hütte nach rechts zum nahen Waldrand ab. Im Wald führt der breit ausgebaute Weg bequem und schnell abwärts. Er hält sich im Wesentlichen an den Verbindungskamm des Seekarkreuz-Vorgipfels mit dem Grasleitenkopf. Im Sattel zwischen diesen beiden Erhebungen liegt dann die Lenggrieser Hütte.

Vom Sattel Mariaeck über den Südgrat (abwechslungsreicher, gesicherter Weg über kleine Kletterstellen):

Ein abwechslungsreicher Anstieg führt vom Sattel Mariaeck über den Südkamm auf das Seekarkreuz. Nach einem bewaldeten Gratbeginn werden hier sowohl kleine Kletterstellen im schrofigen mittleren Gratteil - unter anderem auch mit Trittbügeln und einer kleinen Leiter - als auch ein bei gutem Wetter sonniger, freier Wiesenkamm im Gipfelbereich geboten. Das erste Teilstück, wo der Weg am Kamm genau nach Norden ansteigt, bereitet im sanften Waldgelände noch keine Schwierigkeiten. Wo von rechts ein breiter Seitenkamm heraufkommt, biegt der Grat nach Nordwesten um und der Gipfel des Seekarkreuzes wird sichtbar. Im folgenden Abschnitt ist der Kamm von kleinen felsigen Erhebungen geprägt, die der Steig geschickt überwindet. Am ersten Felsaufschwung geht es durch eine teils schrofige Rinne zwischen den Felsen aufwärts, die mit etwas Zuhilfenahme der Hände gut erstiegen werden kann. Die Passage ist deutlich weniger steil, als es zunächst den Anschein hat. Es folgen noch mehrere kleine Schrofenstufen, die - teils mit Drahtseilhilfe - nicht allzu schwierig überwunden werden. Einmal findet sich in den Felsen direkt neben dem Weg auch ein tiefer Spalt.

Nach einer etwa eineinhalb Meter hohen Stufe, die mittels der hier angebrachten Eisenbügel erklettert wird, folgt bald noch eine kleine Leiter. Sie ist nur wenige Stufen hoch und knickt in ihrem oberen Teil den flacher werdenden Gratfelsen entsprechend schräg nach hinten ab, was etwas ungewohnt ist. Mit ihrem Ende wird dann der letzte felsige Gratkopf erreicht und das Gelände wieder einladender.

Bei der erneuten Abzweigung eines Seitengrats, diesmal in Richtung Isartal, schwenkt der Kamm wieder auf seine ursprüngliche nördliche Richtung ein und kurz danach beginnt der Schlussanstieg zum Seekarkreuz. An der folgenden Gratschulter kommt der Weg von der Lenggrieser Hütte (Seekarhütte) von links herauf - die wohl am häufigsten benutzte Anstiegsroute zum Seekarkreuz. Nun sind es nur noch wenige Meter am grasigen Kamm zum Gipfel, wo die Wiesenhänge zu einer bequemen Gipfelpause einladen.

Beim Sattel Mariaeck bietet sich ein schöner Blick zu den Hauptgipfeln der Gruppe, Roß- und Buchstein

Beim Sattel Mariaeck bietet sich ein schöner Blick zu den Hauptgipfeln der Gruppe, Roß- und Buchstein

Knapp rechts der Bildmitte wird der Weg an diesem Felsblock erstmals schrofig

Knapp rechts der Bildmitte wird der Weg an diesem Felsblock erstmals schrofig

Der Seekarkreuz-Gipfel kommt bereits in Sichtweite

Der Seekarkreuz-Gipfel kommt bereits in Sichtweite

An einigen steilen Passagen helfen künstliche Tritte

An einigen steilen Passagen helfen künstliche Tritte

Die schrofigen Gratköpfe sind etwas exponiert

Die schrofigen Gratköpfe sind etwas exponiert

Über eine abknickende Leiter wird der letzte kleine Aufschwung überwunden

Über eine abknickende Leiter wird der letzte kleine Aufschwung überwunden

Ganz anders zeigt sich der sanfte Gipfelgrat zum Seekarkreuz

Ganz anders zeigt sich der sanfte Gipfelgrat zum Seekarkreuz

Aussicht vom Seekarkreuz nach Lenggries

Aussicht vom Seekarkreuz nach Lenggries

Abstieg über den Ostgrat zur Rauhalm (weglos, aber nur wenig steiles Grasgelände):

Nach Osten zieht vom Seekarkreuz ein anfangs ausgeprägter Grat hinab, der nach und nach zu einem breiten Rücken wird und direkt auf die Almhütten rund um die Rauhalm zu verläuft. Er bietet eine schnelle und bequeme Abstiegsmöglichkeit vom Seekarkreuz. Einen Weg gibt es hier zwar nicht, Schwierigkeiten treten allerdings dennoch nicht auf.

Direkt nach dem Gipfel ist der Grat deutlich ausgeprägt. Hier verlaufen teilweise Trittspuren durch das Gras am Rücken hinab. Später verbreitert sich der Rücken so stark, dass es sich schon fast um einen Hang handelt. Im nun überall begehbaren Weidegelände kann sich kein Pfad mehr herausbilden. Man kann entweder die Richtung beibehalten und bei der linken Almgruppe auf den Weg Seekarkreuz (bzw. Kampen) - Holzerstube - Bad Wiessee treffen, oder direkt im rechten Teil des Rückens auf die Rauhalm, eine DAV-Selbstversorgerhütte, zusteuern. Diese zählt zu den etwa 200 Meter weiter rechts (in Abstiegsrichtung gesehen) gelegenen Hütten.

Beginn des Ostkamms im Gipfelbereich des Seekarkreuzes

Beginn des Ostkamms im Gipfelbereich des Seekarkreuzes

Im oberen, ausgeprägten Abschnitt des Rückens gibt es eine Pfadspur

Im oberen, ausgeprägten Abschnitt des Rückens gibt es eine Pfadspur

Rückblick zum Gipfel nach den ersten Abstiegsmetern

Rückblick zum Gipfel nach den ersten Abstiegsmetern

Der benachbarte Südwestkamm wird wesentlich häufiger als Abstieg gewählt

Der benachbarte Südwestkamm wird wesentlich häufiger als Abstieg gewählt

Noch ein gutes Stück vor dem flachen Gebiet bei der Rauhalm verliert sich der Ostrücken und geht in einen breiten Hang über

Noch ein gutes Stück vor dem flachen Gebiet bei der Rauhalm verliert sich der Ostrücken und geht in einen breiten Hang über

Rückblick von den nordöstlichen Almgebäuden zum Seekarkreuz

Rückblick von den nordöstlichen Almgebäuden zum Seekarkreuz

Die Selbstversorgerhütte auf der Rauhalm

Die Selbstversorgerhütte auf der Rauhalm

 

Gipfelseiten.de - © 2013, E-Mail: mail@gipfelseiten.de - Impressum / Kontakt