Ruchenköpfe, 1805 m (Bayerische Voralpen)

Ruchenköpfe von Südwesten

Ruchenköpfe von Südwesten

Ruchenköpfe - Gipfel-Daten zu diesem Berg

Ein Gipfelaufbau mit fast rundum senkrechten Wänden - das gibt es in den Bayerischen Voralpen nur sehr selten. Eine der wenigen Ausnahmen und damit ein bevorzugtes Ziel für Kletterer bilden die Ruchenköpfe. Entgegen dem Namen handelt es sich nur um einen einzelnen ausgeprägten Gipfel; die übrigen Gratköpfe erheben sich jeweils nur wenige Meter über den Kamm und haben damit keine eigenständige Bedeutung. Während die steilen Felsen nördlich und vor allem westlich und südlich des Gipfels eine Zugangsmöglichkeit für den Nicht-Kletterer verhindern, gibt es an den Ruchenköpfen doch auch eine schwache Stelle: Der obere Nordostgrat kann bei etwas Bergerfahrung ziemlich problemlos sowohl von der Bergwachthütte am Ostsockel als auch von der Großtiefentalalm her erreicht werden. Am Gipfel werden dann viele Kletterer erstaunt über einen Gipfelbesucher ohne Kletterausrüstung sein.

Mit dem Südwestgrat schließen die Ruchenköpfe an die Auerspitz und damit die übrigen Gipfel der Gruppe an. Im Sattelbereich zwischen den beiden Gipfeln befindet sich am Ausgangspunkt der Pfade zu den Kletterrouten der Süd- und Westseite der Brotzeitstein, ein einzelner Felsblock und beliebter Rastplatz.

Foto-Galerie zu den Ruchenköpfen

Ruchenköpfe-Gipfel mit dem Südwestgrat und dessen steilem Gipfelaufschwung

Ruchenköpfe-Gipfel mit dem Südwestgrat und dessen steilem Gipfelaufschwung

Der felsige Gipfelgrat der Ruchenköpfe über den Latschenhängen im Westen

Der felsige Gipfelgrat der Ruchenköpfe über den Latschenhängen im Westen

Bergwachthütte unter den Ruchenköpfen

Bergwachthütte unter den Ruchenköpfen

Ruchenköpfe-Südwestgrat

Ruchenköpfe-Südwestgrat

Die Bergwachthütte unter den Südostabbrüchen der Ruchenköpfe

Die Bergwachthütte unter den Südostabbrüchen der Ruchenköpfe

Gipfel der Ruchenköpfe mit Aufschwung des Südwestgrats rechts

Gipfel der Ruchenköpfe mit Aufschwung des Südwestgrats rechts

Ruchenköpfe vom Rotwandhaus her gesehen

Ruchenköpfe vom Rotwandhaus her gesehen

Südostwand der Ruchenköpfe

Südostwand der Ruchenköpfe

Ruchenköpfe mit Soinsee und Gamswand (rechts)

Ruchenköpfe mit Soinsee und Gamswand (rechts)

Ruchenköpfe von der Auerspitz

Ruchenköpfe von der Auerspitz

Südliche Gipfelwand der Ruchenköpfe

Südliche Gipfelwand der Ruchenköpfe

Ruchenköpfe-Südwand aus dem obersten Sointal

Ruchenköpfe-Südwand aus dem obersten Sointal

Gipfelwand von Südosten

Gipfelwand von Südosten

Rotwand und Ruchenköpfe

Rotwand und Ruchenköpfe

Der Nordostgrat der Ruchenköpfe über dem Soinsee

Der Nordostgrat der Ruchenköpfe über dem Soinsee

Die Gipfelwand der Ruchenköpfe von Osten gesehen

Die Gipfelwand der Ruchenköpfe von Osten gesehen

Felsabbrüche links vom Südwestgrat

Felsabbrüche links vom Südwestgrat

Ruchenköpfe-Gipfel mit der südwestlichen Gipfelwand

Ruchenköpfe-Gipfel mit der südwestlichen Gipfelwand

Rotwand und Ruchenköpfe mit Nordostgrat von der Maroldschneid

Rotwand und Ruchenköpfe mit Nordostgrat von der Maroldschneid

Von der Rotwand aus schaut man auf die Westseite der Ruchenköpfe

Von der Rotwand aus schaut man auf die Westseite der Ruchenköpfe

Der Brotzeitstein im Sattel unter den Ruchenköpfen

Der Brotzeitstein im Sattel unter den Ruchenköpfen

Oberer Teil der Südwand unter dem Gipfelkreuz

Oberer Teil der Südwand unter dem Gipfelkreuz

Nordostgrat-Aufschwung an den Ruchenköpfen

Nordostgrat-Aufschwung an den Ruchenköpfen

Blick auf die Abstiegsmöglichkeit nach Nordwesten vom oberen Nordostgrat aus (links der Bildmitte)

Blick auf die Abstiegsmöglichkeit nach Nordwesten vom oberen Nordostgrat aus (links der Bildmitte)

Vom Gipfel aus bietet sich ein Einblick in die südlichen Steilwände der Ruchenköpfe; unten die Bergwachthütte

Vom Gipfel aus bietet sich ein Einblick in die südlichen Steilwände der Ruchenköpfe; unten die Bergwachthütte

Blick vom Gipfelbereich auf den Südwestgrat der Ruchenköpfe

Blick vom Gipfelbereich auf den Südwestgrat der Ruchenköpfe

Der einzelne Felsblock im Sattel zwischen Auerspitz und Ruchenköpfen vom Ruchenköpfe-Gipfel aus gesehen

Der einzelne Felsblock im Sattel zwischen Auerspitz und Ruchenköpfen vom Ruchenköpfe-Gipfel aus gesehen

Anstiege und Bergtouren Ruchenköpfe

Vom Soinsee über die Bergwachthütte (Pfadspur, teils schrofig):

Der Normalanstieg zu den Ruchenköpfen führt von der Bergwachthütte östlich des Massivs zum oberen Nordostgrat und dann im Gratbereich zum Gipfel. Zur Bergwachthütte gelngt man z.B. über den Soinsee, der von Mieseben aus erreicht werden kann. Am Ostufer des Sees zweigt von der Fahrstraße zur Großtiefentalalm ein Weg ab, der über die Geländeschwelle bei der Ruchenkopfhütte ins Tal südlich der Ruchenköpfe einschwenkt. Die Bergwachthütte liegt dann ein Stück rechts oberhalb am Hang.

Ein Stück oberhalb der Hütte beginnt eine Felswand, die sich nach links hin bis zum Gipfel als kompakte Mauer fortsetzt. Rechts dieser Felszone erkennt man aber einen Grasstreifen, der bis in den Gratbereich hinauf führt. Das untere Ende dieses Streifens steuert man an, wobei die Hütte und die schmale Latschenzone über ihr sowohl links als auch rechts passiert werden können. Früher oder später trifft man auf einen deutlichen Steig, der noch einige Latschenzungen quert und dann über die grasige Gasse ansteigt. Schon nahe der Grathöhebiegt der Anstieg etwas nach links in eine seichte, etwas schrofige Rinne um. Am Ende der Schrofen ist die Grathöhe dann endgültig erreicht und der Pfad führt im Gratbereich, steilere Felsen umgehend, an Latschen vorbei überraschend leicht zum höchsten Punkt. Beeindruckend sind dabei die Blicke über die südlichen Steilwände hinab, durch die zahlreiche Kletterrouten führen.

Abzweig Richtung Ruchenköpfe am Soinsee

Abzweig Richtung Ruchenköpfe am Soinsee

Rückblick zum Soinsee, darüber der Dürrmiesing

Rückblick zum Soinsee, darüber der Dürrmiesing

Die Bergwachthütte mit dem Aufstiegshang zu den Ruchenköpfen rechts von ihr

Die Bergwachthütte mit dem Aufstiegshang zu den Ruchenköpfen rechts von ihr

Aufstieg zur Bergwachthütte

Aufstieg zur Bergwachthütte

Kurz nach der Hütte kann der Anstieg zur Kammhöhe nicht mehr verfehlt werden

Kurz nach der Hütte kann der Anstieg zur Kammhöhe nicht mehr verfehlt werden

Blick zum Soinsee mit der Gamswand und zum Großen Traithen

Blick zum Soinsee mit der Gamswand und zum Großen Traithen

Rückblick vom oberen Teil des Anstiegs durch die Flanke zur Bergwachthütte

Rückblick vom oberen Teil des Anstiegs durch die Flanke zur Bergwachthütte

Ein deutlicher Pfad führt über den Grasstreifen zwischen den Latschen

Ein deutlicher Pfad führt über den Grasstreifen zwischen den Latschen

Im Gratbereich wird das Gelände nun schrofiger

Im Gratbereich wird das Gelände nun schrofiger

Rückblick auf die kurze Rinne

Rückblick auf die kurze Rinne

Nach dieser Passage wird das Gelände wieder flacher

Nach dieser Passage wird das Gelände wieder flacher

Die letzten Meter am Grat zum Gipfel

Die letzten Meter am Grat zum Gipfel

Blick über den oberen Nordostgrat hinweg ins Wendelsteingebiet

Blick über den oberen Nordostgrat hinweg ins Wendelsteingebiet

Am Gipfel der Ruchenköpfe

Am Gipfel der Ruchenköpfe

Blick zu Rotwandhaus und Risserkogel

Blick zu Rotwandhaus und Risserkogel

Abstieg vom oberen Nordostgrat nach Nordwesten (Trittsicherheit erforderlich, I an einer Schrofenstufe):

Auf der Nordseite in Richtung Großtiefentalalm gibt es zwischen den Felsabbrüchen auch eine relativ leichte Abstiegsmöglichkeit von den Ruchenköpfe. Wegen des unwegsamen Geländes am Hangauslauf kommt der Route aber keine größere Bedeutung zu.

Vom Gipfel aus folgt man zunächst dem Normalweg am Nordostgrat entlang abwärts. Wo sich dieser in eine seichte, schrofige Rinne wendet und damit endgültig den Gratverlauf nach rechts verlässt, hält man sich links und sieht hier von der Grathöhe aus die Abstiegsmöglichkeit nach Nordwesten durch das ansonsten ungangbare Felsgelände. Sie beginnt nach einigen Metern noch ein Stück bevor sich der Nordostgrat wieder steilfelsig aufschwingt.

Über einen vielfach schuttbedeckten Grashang steigt man konzentriert abwärts, tendenziell etwas rechts auf dem von Felsen begrenzten Hang. Eine Schrofenstufe bereitet dabei wegen des überschotterten Geländes ein paar Schwierigkeiten (I). Darunter wird es allmählich flacher, dafür behindern nun bald Latschen und große Felsblöcke das Fortkommen. Letztlich ist es aber ganz gut möglich, nach links zum Weg zwischen Rotwandhaus und Großtiefentalalm hinauszuqueren. Hier gibt es kaum hinderliche Latschen, die Überquerung der groben Felssturzblöcke ist allerdings mühsam.

Abstieg im Bereich des oberen Nordostgrats

Abstieg im Bereich des oberen Nordostgrats

Wo hier im Hintergrund der Normalabstieg den Gratbereich durch eine schrofige Rinne verlässt, bleibt man am Kamm

Wo hier im Hintergrund der Normalabstieg den Gratbereich durch eine schrofige Rinne verlässt, bleibt man am Kamm

Unterhalb wird die Abstiegsmöglichkeit nach Nordwesten sichtbar

Unterhalb wird die Abstiegsmöglichkeit nach Nordwesten sichtbar

Noch vor diesen unüberwindbaren Felsen des Nordostgrats geht es nach links hinunter

Noch vor diesen unüberwindbaren Felsen des Nordostgrats geht es nach links hinunter

Der Beginn der Abstiegsrinne

Der Beginn der Abstiegsrinne

Über schuttdurchsetztes Gras geht es in die Nordwestflanke hinunter

Über schuttdurchsetztes Gras geht es in die Nordwestflanke hinunter

Der Hang wird breiter und man orientiert sich auf die rechte Begrenzungsmauer zu

Der Hang wird breiter und man orientiert sich auf die rechte Begrenzungsmauer zu

Nach unten hin folgt schrofigeres und damit anspruchsvolleres Gelände

Nach unten hin folgt schrofigeres und damit anspruchsvolleres Gelände

Diesen Abbruch gilt es rechts zu überwinden

Diesen Abbruch gilt es rechts zu überwinden

Rückblick auf die schwierigste Stelle des Abstiegs

Rückblick auf die schwierigste Stelle des Abstiegs

Anschließend folgt blockiges, latschenbewachsenes Gelände

Anschließend folgt blockiges, latschenbewachsenes Gelände

Noch ein Rückblick auf die Abstiegsroute (etwas rechts der Bildmitte)

Noch ein Rückblick auf die Abstiegsroute (etwas rechts der Bildmitte)

Das Blockgelände kann nach links gequert werden, wo der Weg Großtiefentalalm - Rotwandhaus verläuft

Das Blockgelände kann nach links gequert werden, wo der Weg Großtiefentalalm - Rotwandhaus verläuft

 

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