Rotkogel, 1687 m (Bayerische Voralpen)

Gipfelbereich des Rotkogels von Süden

Gipfelbereich des Rotkogels von Süden

Rotkogel - Gipfel-Daten zu diesem Berg

Im Alpenvereinsführer wird zum Rotkogel keine Anstiegsroute angegeben und der Gipfel als bergsteigerisch bedeutungslos bezeichnet. Dies ist allerdings überhaupt nicht richtig - im Gegenteil handelt es sich sogar um ein besonders lohnendes Ziel in den Bayerischen Voralpen für etwas geübtere Bergsteiger, die einen weglosen Aufstieg nicht scheuen.

Dichte Latschen und unwegsame Schrofenzonen lassen den Rotkogel zunächst nicht sehr einladend erscheinen, von der Einschartung in Richtung Schinder aus bilden die Latschen entgegen dem ersten Eindruck aber kaum ein Hindernis und der etwas schwierigere schrofige Abschnitt beschränkt sich auch nur auf die untersten Meter. Der Anstieg zur Scharte selbst erfolgt aus dem Schinderkar über mäßig steile Grashänge und kann wegen der eindrucksvollen Umrahmung des Kars ebenfalls bereits als lohnend gelten. Über die anderen Flanken und Grate sollte man einen Aufstieg zum Rotkogel allerdings wohl tatsächlich besser nicht probieren, denn hier präsentiert sich das Gelände wirklich bergsteigerfeindlich.

Foto-Galerie zum Rotkogel

Rotkogel von Westen

Rotkogel von Westen

Rotkogel vor Österreichischem und Bayerischem Schinder vom Pfaffenkopf

Rotkogel vor Österreichischem und Bayerischem Schinder vom Pfaffenkopf

Nach Südosten hin bricht der Rotkogel mit Steilwänden zum Schinderkar ab

Nach Südosten hin bricht der Rotkogel mit Steilwänden zum Schinderkar ab

Westflanke des Rotkogels vom Sattel unter dem Südwestgrat gesehen

Westflanke des Rotkogels vom Sattel unter dem Südwestgrat gesehen

Die eindrucksvollen Südostabstürze des Rotkogels

Die eindrucksvollen Südostabstürze des Rotkogels

Rotkogel aus dem Schindertor gesehen

Rotkogel aus dem Schindertor gesehen

Rotkogel mit Westseite

Rotkogel mit Westseite

Rotkogel über dem unwegsamen Gebiet westlich des Gipfels

Rotkogel über dem unwegsamen Gebiet westlich des Gipfels

Die unwirtliche Nordostseite des Rotkogels

Die unwirtliche Nordostseite des Rotkogels

Ostseite des Rotkogels vom untersten Schinderkar aus gesehen

Ostseite des Rotkogels vom untersten Schinderkar aus gesehen

Rotkogel vom Österreichischen Schinder aus gesehen

Rotkogel vom Österreichischen Schinder aus gesehen

Rotkogel mit dem Südwestgrat links

Rotkogel mit dem Südwestgrat links

Rotkogel über seinem Südwestgrat

Rotkogel über seinem Südwestgrat

Rotkogel mit dem von rechts kommenden Südostgrat vor dem Schinder

Rotkogel mit dem von rechts kommenden Südostgrat vor dem Schinder

Verbindungsgrat von Pfaffenkopf und Rotkogel über den Gräben der Westseite

Verbindungsgrat von Pfaffenkopf und Rotkogel über den Gräben der Westseite

Nordostabstürze des Rotkogels

Nordostabstürze des Rotkogels

Rotkogel und Pfaffenkopf vor den Gipfeln um den Risserkogel

Rotkogel und Pfaffenkopf vor den Gipfeln um den Risserkogel

Verbindungsgrat von Bayerischen Schinder zum Rotkogel

Verbindungsgrat von Bayerischen Schinder zum Rotkogel

Anstiege und Bergtouren Rotkogel

Über Schinderkar und Südwestgrat (eine Stelle gut I in kleinsplittrigen Schrofen, Trittsicherheit nötig):

Der Aufstieg erfolgt aus dem Schinderkar über die Flanke unter der Südwestscharte des Rotkogels und den anschließenden Gipfelgrat. Vom kleinen Parkplatz an der Straße Sutten - Valepp bei der Abzweigung des Fahrwegs zu Blauwandhütte und Schlagalm geht es zunächst auf dem beschilderten Weg zum Schinder bis ins Schinderkar. Wo hier teilweise mehrere Wegspuren nebeneinander verlaufen, bleibt man möglichst weit rechts. Der Weg wendet sich schließlich mit einer deutlichen Linkskehre auf etwa 1400 Meern Höhe endgültig dem Hang unter dem Schindertor zu. Hier wird der Weg zu einer nahen Geröllreiße hin nach rechts verlassen (angedeutete Trittspur). Die Geröllrinne wird nach oben hin immer mächtiger und kann nicht mehr überquert werden. Man folgt ihr daher nur kurz aufwärts, um sie an geeigneter Stelle auf die andere Seite zu verlassen. Damit ist der Hang unterhalb der Scharte am Fuß des Gipfelgrats erreicht. Anfangs ist er latschenbewachsen - es lassen sich aber immer unproblematisch Gassen finden -, dann grasig. Zwischen der Geröllreiße und den Felswänden des Gipfelaufbaus steigt man mit der nötigen Vorsicht (teilweise liegt Schotter im Gras) das noch relativ lange Stück bis zur Scharte an.

An der Scharte setzt der Südwestgrat mit einer kleinen Schrofenstufe an. Direkt links am Grat ist die Überkletterung am leichtesten, trotz der nicht allzu großen Steilheit wegen des kleingriffigen Gesteins aber gut mit I zu bewerten. Auf der rechten Gratseite geht es steilfelsig hinunter, eine Umgehung links dürfte wegen des schottrigen Steilgeländes letztlich nicht weniger anspruchsvoll und wird zudem von Latschen behindert. Anschließend bietet die Grathöhe ein gutes Vorankommen, die Latschen stören kaum. Ein weiteres leicht schrofiges Gratstück direkt bevor aus der linken Flanke eine schräger Spalt in einer Plattenlage einmündet, kann direkt überschritten oder links umgangen werden. Dahinter heißt es noch kurz den Latschen auf den mäßig steilen Grashang rechts auzuweichen, um wenig später den Gipfel des Rotkogels zu erreichen.

Nach der Linkskehre oberhalb der Schlagalm, hinten die Blauwand

Nach der Linkskehre oberhalb der Schlagalm, hinten die Blauwand

Im Talboden beim Zugang ins Schinderkar

Im Talboden beim Zugang ins Schinderkar

Scharte unter dem Südwestgrat (rechts oben) und der Aufstiegshang dorthin

Scharte unter dem Südwestgrat (rechts oben) und der Aufstiegshang dorthin

Bei dieser Linkskehre wird der Weg zur Latschenlücke rechts hin verlassen

Bei dieser Linkskehre wird der Weg zur Latschenlücke rechts hin verlassen

Rückblick zum Weg nach der hier noch gut möglichen Querung der großen Geröllreiße

Rückblick zum Weg nach der hier noch gut möglichen Querung der großen Geröllreiße

Wenig später ist an eine Überquerung der gewaltigen Rinne nicht mehr zu denken

Wenig später ist an eine Überquerung der gewaltigen Rinne nicht mehr zu denken

Weiterer Aufstieg nach dem Ende der Latschen unterhalb des steilen Rotkogel-Südabbruchs

Weiterer Aufstieg nach dem Ende der Latschen unterhalb des steilen Rotkogel-Südabbruchs

Blick auf die ersten Gratköpfe in Richtung Bayerischer Schinder

Blick auf die ersten Gratköpfe in Richtung Bayerischer Schinder

Im letzten Teil des Anstiegs zur Scharte weicht man dem überschotterten Gelände unter der Steilwand am besten nach links in saftigeres Gras aus

Im letzten Teil des Anstiegs zur Scharte weicht man dem überschotterten Gelände unter der Steilwand am besten nach links in saftigeres Gras aus

Rückblick zum Weg; in Abstiegsrichtung eignen sich die schmalen Gerölllinien teilweise gut zum Abfahren

Rückblick zum Weg; in Abstiegsrichtung eignen sich die schmalen Gerölllinien teilweise gut zum Abfahren

Gipfelzacken des Bayerischen Schinders (Blick von den letzten Bäumen knapp unterhalb der Scharte)

Gipfelzacken des Bayerischen Schinders (Blick von den letzten Bäumen knapp unterhalb der Scharte)

Die letzten Meter zum Sattel mit dem folgenden Aufschwung

Die letzten Meter zum Sattel mit dem folgenden Aufschwung

Rückblick von der Südwestscharte auf den Aufstiegshang dorthin

Rückblick von der Südwestscharte auf den Aufstiegshang dorthin

Der Aufschwung wird im gräulichen Fels direkt links des Grats überklettert

Der Aufschwung wird im gräulichen Fels direkt links des Grats überklettert

Die Stelle ist eher wegen des splittrigen Gesteins als wegen ihrer Steilheit schwierig

Die Stelle ist eher wegen des splittrigen Gesteins als wegen ihrer Steilheit schwierig

Blick vom Sattel zum Bayerischen Schinder

Blick vom Sattel zum Bayerischen Schinder

Überblick über den Gratverlauf vom Sattel bis unter den Gipfelbereich

Überblick über den Gratverlauf vom Sattel bis unter den Gipfelbereich

Die niedrigen Latschen oberhalb des Aufschwungs können umgangen werden oder behindern beim Aufstieg kaum

Die niedrigen Latschen oberhalb des Aufschwungs können umgangen werden oder behindern beim Aufstieg kaum

Kurz vor dem Gipfel ist ein geringes Ausweichen nach rechts erforderlich

Kurz vor dem Gipfel ist ein geringes Ausweichen nach rechts erforderlich

Aussicht vom Gipfel zum benachbarten Pfaffenkopf

Aussicht vom Gipfel zum benachbarten Pfaffenkopf

Im Nordosten liegt der Kamm vom Taubenstein über den Lämpersberg zur Rotwand

Im Nordosten liegt der Kamm vom Taubenstein über den Lämpersberg zur Rotwand

Rückblick auf den Anstieg über den Südwestgrat

Rückblick auf den Anstieg über den Südwestgrat

Die Felszacken des Bayerischen Schinders hat man vom Rotkogel aus perfekt im Blick

Die Felszacken des Bayerischen Schinders hat man vom Rotkogel aus perfekt im Blick

Karwendelblick vom Rotkogel

Karwendelblick vom Rotkogel

 

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