Rehleitenkopf, 1338 m (Bayerische Voralpen)

Unter dem Gipfel des Rehleitenkopfs

Unter dem Gipfel des Rehleitenkopfs

Rehleitenkopf - Gipfel-Daten zu diesem Berg

Wenn man sich über den üblichen Aufstiegsweg von der Asten dem Rehleitenkopf nähert, scheint er nur ein langweiliger Waldhügel zu sein: Oberhalb der Weideflächen des Almgebiets ist ausgerechnet der Gipfelbereich dicht mit Fichten bewachsen. Wer trotzdem weiter aufsteigt, wird aber mit einer Überraschung belohnt. Denn der tatsächlich höchste Punkt liegt ein Stück auf der anderen Seite des Kamms als Schrofenkanzel vorgebaut. Dieser Gipfel überragt zwar nicht die Baumwipfel des direkt angrenzenden Walds im Osten und Norden, bricht aber in Richtung Wendelstein, Sudelfeld und Traithengruppe steil ab und steht daher auf dieser Seite frei da.

Da das Weidegebiet über der Asten bis fast an den Gipfelbereich heran reicht, hat sich hier über weite Strecken nur ein undeutlicher Anstiegsweg zum Rehleitenkopf ausgeprägt. Gleichzeitig ermöglicht das sanfte Gelände - abgesehen von der steileren Westseite - aber beliebige Aufstiegsrouten von den umliegenden Almhütten.

Foto-Galerie zum Rehleitenkopf

Von Südosten gesehen versteckt sich der Gipfel des Rehleitenkopfs hinter dichtem Wald

Von Südosten gesehen versteckt sich der Gipfel des Rehleitenkopfs hinter dichtem Wald

Der oberste Gipfelaufbau des Rehleitenkopfs

Der oberste Gipfelaufbau des Rehleitenkopfs

Dümpfel und Schreckenkopf vor Großem Riesenkopf und Rehleitenkopf, darüber die Chiemgauer Alpen

Dümpfel und Schreckenkopf vor Großem Riesenkopf und Rehleitenkopf, darüber die Chiemgauer Alpen

Blick vom Hirschnagel zum Rehleitenkopf

Blick vom Hirschnagel zum Rehleitenkopf

Rehleitenkopf von Südosten

Rehleitenkopf von Südosten

Großer Riesenkopf und Rehleitenkopf von Westen

Großer Riesenkopf und Rehleitenkopf von Westen

Berge um den Rehleitenkopf vor dem Alpenvorland

Berge um den Rehleitenkopf vor dem Alpenvorland

Rehleitenkopf über dem Sattel im Verbindungskamm zum Großen Riesenkopf

Rehleitenkopf über dem Sattel im Verbindungskamm zum Großen Riesenkopf

Rehleitenkopf mit Asten und Großer Riesenkopf über dem unbedeutenden Mitterberg

Rehleitenkopf mit Asten und Großer Riesenkopf über dem unbedeutenden Mitterberg

Anstiege und Bergtouren Rehleitenkopf

Von Regau / Bichlersee (leicht):

Eine zwar weite, aber an einem hochgelegenen Ausgangspunkt beginnende Anstiegsmöglichkeit führt von Regau aus zum Rehleitenkopf. Regau beim Bichlersee erreicht man über eine kleine, steile Nebenstraße, die zwischen Agg und Watschöd-Hummelei von der Straße Oberaudorf - Tatzelwurm abzweigt. Die geteerte Straße endet beim Gasthaus in Regau bei einem Parkplatz für Gäste. Alternativ gibt es noch eine (beschränkte) Parkmöglichkeit etwas weiter in Richtung Bichlersee. Dafür bleibt man vor dem Regauer Parkplatz rechts und gelangt über einen unbefestigten Weg zu einer kleinen Parkfläche kurz bevor der weitere Verlauf der Forststraße gesperrt ist.

Man folgt nun zunächst den Wegweisern in Richtung Bichlersee, die an der kleinen Parkfläche links vorbei in den Wald hinein leiten. Es ist möglich, der Forststraße bis zur Bichleralm zu folgen, mehr zu empfehlen ist aber der mit einem geringfügigen Höhenverlust verbundene Besuch des Bichlersees. Nach dem kurzen Abstieg zum See geht es am linken Ufer entlang, bis wenige Meter oberhalb bei einem Wegweiser Richtung Asten und Riesenkopf ein Weg beginnt, der schräg über den Waldhang am Nordufer aufwärts führt. Eine Stelle mit steilem Abbruch in Richtung See ist mit einem Seil gesichert. In der Nähe der Bichleralm trifft der Steig wieder auf die Forststraße.

Nun beginnt eine längere Strecke über mehrere Geländerücken und Einsattelungen auf der Straße im Wald, wobei man immer den Wegweisern zur Asten oder im Zweifel dem Hauptweg folgt. Erst wo der Weg nach einem Zwischenabstieg den ersten Ausläufer des Weidegebiets rund um die Asten erreicht, verlässt der Aufstieg zum Rehleitenkopf die Hauptroute nach links (noch schneller wäre es, bei der vorhergehenden Abzweigung weiter links zu bleiben, diese ist aber nicht beschildert). Er passiert nochmals einen Waldgürtel und den anschießenden Wiesenhang, dann wird der Traktorweg nach einer Geländekante undeutlich. Im Prinzip kann man von hier beliebig über die Weidehänge weiter direkt aufsteigen. Schön ist es aber auch, schräg nach rechts durch die Flanke einem weiter oben wieder sichtbaren Ziehweg zu folgen, der auch die Aufstiegsroute von der Asten aus bildet. Er endet kurz unterhalb einer felsigen Insel in der grasigen Geländekante, die vom südlichen Vorgipfel des Rehleitenkopfs nach ONO zieht. Diese Rippe eignet sich hervorragend als Aussichtspunkt in die Richtungen, die vom Gipfel aus später wegen Bäumen versperrt sind.

Der abschließende Aufstieg führt als markierte, aber sehr undeutliche Spur nun links an der Felsstelle vorbei direkt aufwärts zum Südkamm des Rehleitenkopfs und dann an diesem entlang zum Waldrand. Noch ein kleines Stück ist es von hier aus durch den Wald, bis man vor dem Gipfelaufbau steht. Auf den ersten Blick sehen die letzten Aufstiegsmeter dorthin ziemlich steil und schrofig aus, der Weg führt knapp rechts der Gratkante letztlich aber ohne Schwierigkeit zum Gipfelkreuz hinauf.

Nach dem kurzen Abstieg zum Bichlersee

Nach dem kurzen Abstieg zum Bichlersee

Wildbarren über dem Bichlersee

Wildbarren über dem Bichlersee

Die kurze gesicherte Stelle zwischen Bichlersee und Bichleralm

Die kurze gesicherte Stelle zwischen Bichlersee und Bichleralm

Auf der langen Strecke zum Rehleitenkopf bieten sich manchmal an waldfreien Stellen Ausblicke wie hier in die Chiemgauer Alpen

Auf der langen Strecke zum Rehleitenkopf bieten sich manchmal an waldfreien Stellen Ausblicke wie hier in die Chiemgauer Alpen

Auf der anderen Seite des Kamms liegen die Hauptgipfel des Wendelsteingebiets

Auf der anderen Seite des Kamms liegen die Hauptgipfel des Wendelsteingebiets

Hier zweigt der Gipfelanstieg zum Rehleitenkopf vom Fahrweg zur Asten ab

Hier zweigt der Gipfelanstieg zum Rehleitenkopf vom Fahrweg zur Asten ab

Anstieg über den unteren Teil der Weidehänge nach dem Waldabschnitt

Anstieg über den unteren Teil der Weidehänge nach dem Waldabschnitt

Nach der Kante am Ende der ersten Wiese kann man entweder links direkt oder rechts zum Traktorweg ansteigen

Nach der Kante am Ende der ersten Wiese kann man entweder links direkt oder rechts zum Traktorweg ansteigen

Die isolierte Schrofeninsel im Kamm nordwestlich über der Asten

Die isolierte Schrofeninsel im Kamm nordwestlich über der Asten

Blick von der Wiesenfläche in die Chiemgauer Berge

Blick von der Wiesenfläche in die Chiemgauer Berge

Gleich ist der Gipfelkamm erreicht - links hinten sieht man den hier niedriger erscheinenden schrofigen Gipfelaufbau

Gleich ist der Gipfelkamm erreicht - links hinten sieht man den hier niedriger erscheinenden schrofigen Gipfelaufbau

Nach der Weide folgt noch einmal ein kurzer Abschnitt durch dichten Wald

Nach der Weide folgt noch einmal ein kurzer Abschnitt durch dichten Wald

Der dürre Fichtenwald bildet einen starken Kontrast zur Weidefläche

Der dürre Fichtenwald bildet einen starken Kontrast zur Weidefläche

Gipfelaufbau des Rehleitenkopfs mit Blick in Richtung Dümpfel

Gipfelaufbau des Rehleitenkopfs mit Blick in Richtung Dümpfel

Die letzten Meter zum Gipfel des Rehleitenkopfs

Die letzten Meter zum Gipfel des Rehleitenkopfs

Rückblick auf den Schlussanstieg zum Gipfelkopf

Rückblick auf den Schlussanstieg zum Gipfelkopf

Abstieg über den Nordwestkamm und die Nordflanke zum Sattel vor dem Großen Riesenkopf (anfangs etwas steileres Gelände, keine eindeutige Routenführung):

Am bewaldeten Nordwestkamm führt eine Pfadspur vom Rehleitenkopf hinab. Auf den ersten ist der Grat allerdings noch scharf, da er auf der linken Seite steil abbricht. Über Gras und ein paar Schrofen, die einfacher auch rechts zwischen Bäumen umgangen werden können, geht es bis dorthin hinab, wo der Wald nun auch direkt an der Gratkante beginnt. Hier prägt sich rechts im Wald ein Pfad aus, der einen Felsabbruch rechts umgeht und dann wieder am nun breiteren Rücken abwärts führt.

Hat man die Wiesenfläche beim Sattel zwischen Rehleitenkopf und Großem Riesenkopf als Ziel, muss der Rücken spätestens dort verlassen werden, wo es bei einer kleinen ebenen Schulter erstmals wieder eine ganz kleine Lichtung im Wald gibt. Eine Ziehwegrampe führt von hier schräg nach rechts hinab zum unteren Ende der Wiese, die westlich des erwähnten Sattels liegt. Um die Sattelhöhe ohne Höhenverlust zu erreichen, wäre von der Kammschulter aus eine Querung durch den Wald auf gleicher Höhe erforderlich.

Beginn des Nordwestkamms mit einer schrofigen Stelle, die rechts zwischen den Bäumen umgangen werden kann

Beginn des Nordwestkamms mit einer schrofigen Stelle, die rechts zwischen den Bäumen umgangen werden kann

Der Gipfel über dem obersten Nordwestgrat

Der Gipfel über dem obersten Nordwestgrat

Nach kurzer Zeit endet auch am Grat das Gras und es geht nach rechts in Wald hinein

Nach kurzer Zeit endet auch am Grat das Gras und es geht nach rechts in Wald hinein

Ein kleiner Pfad führt erst rechts vom Nordwestkamm, dann wieder direkt auf ihm abwärts

Ein kleiner Pfad führt erst rechts vom Nordwestkamm, dann wieder direkt auf ihm abwärts

Kurz vor der kleinen Schulter im Kamm

Kurz vor der kleinen Schulter im Kamm

Dieser grasbewachsene Ziehweg führt zum unteren Ende der Wiese zwischen Rehleitenkopf, Großem Riesenkopf und Hirschnagel

Dieser grasbewachsene Ziehweg führt zum unteren Ende der Wiese zwischen Rehleitenkopf, Großem Riesenkopf und Hirschnagel

Von der Riesenkopfalm über die Ostseite (größtenteils weglos in einfach begehbarem Weidegelände):

Südlich der Riesenkopfalm ziehen Weidehänge entlang eines Bachgrabens zwischen zwei Waldzonen hinauf. Hier gibt es zwar keinen Weg, man kann diesen Hang aber dennoch unproblematisch als schnelle Anstiegsmöglichkeit zum Rehleitenkopf nutzen. Nac hder engsten Stelle zwischen den Waldgebieten biegt die rechte Begrenzung der freien Fläche allmählich etwas nach rechts um und man gelangt auf die ausgedehnten Weiden zwischen Asten und Rehleitenkopf. Der Aufstieg kann nun beliebig gewählt werden, wobei man letztlich auf die Stelle zusteuert, wo der rechte Waldrand den Südkamm des Rehleitenkopfs erreicht. Hier führt am Kamm entlang ein deutlicher Weg in den dichten Wald hinein. Schon nach kurzer Zeit steht man vor dem Gipfelaufbau, der zwar steil, aber über den Weg unproblematisch zu besteigen ist.

Die Aufstiegsflanke zwischen den beiden Waldgebieten von der Riesenkopfalm aus gesehen

Die Aufstiegsflanke zwischen den beiden Waldgebieten von der Riesenkopfalm aus gesehen

Rückblick zur Riesenkopfalm unter dem Großen Riesenkopf

Rückblick zur Riesenkopfalm unter dem Großen Riesenkopf

Aufstieg über Viehspuren am zwischenzeitlich etwas ausgeprägteren Bachgraben in der Flanke

Aufstieg über Viehspuren am zwischenzeitlich etwas ausgeprägteren Bachgraben in der Flanke

Wo die waldfreie Zone wieder breiter wird, hält man sich aufwärts zum Gipfelgrat

Wo die waldfreie Zone wieder breiter wird, hält man sich aufwärts zum Gipfelgrat

Am Gipfelkamm des Rehleitenkopfs, hier mit Blick zum kleinen südlichen Vorgipfel

Am Gipfelkamm des Rehleitenkopfs, hier mit Blick zum kleinen südlichen Vorgipfel

Schlussanstieg zum Gipfelkreuz

Schlussanstieg zum Gipfelkreuz

 

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