Rabenkopf, 1556 m (Bayerische Voralpen)

Rabenkopf mit Staffelalm von Süden

Rabenkopf mit Staffelalm von Süden

Rabenkopf - Gipfel-Daten zu diesem Berg

Foto-Galerie zum Rabenkopf

Rabenkopf von Südosten, links auf der kleinen Schulter die Staffelalm

Rabenkopf von Südosten, links auf der kleinen Schulter die Staffelalm

Rabenkopf von den Weidehängen der Laichhansenalm aus gesehen, nach vorne hin der Rücken mit dem Wespenkopf

Rabenkopf von den Weidehängen der Laichhansenalm aus gesehen, nach vorne hin der Rücken mit dem Wespenkopf

Bergelskopf und Rabenkopf vom Sattel bei der Laichhansenalm gesehen

Bergelskopf und Rabenkopf vom Sattel bei der Laichhansenalm gesehen

Rabenkopf von Osten

Rabenkopf von Osten

Anstiege und Bergtouren Rabenkopf

Aufstieg von der Bergwachthütte über das Schwarzeck (teils schrofiger Steig mit einer gesicherten Passage):

Der am Sattel zwischen Glaswand und Rabenkopf beginnende Gratrücken führt über das Schwarzeck, eine dem Rabenkopf nördlich vorgelagerte Graskuppe, zum Gipfel. Ausgangspunkt für den Anstieg ist die Wegkreuzung etwas westlich der tiefsten Einsattelung - diese liegt oberhab der Kleinhütte und wird zum einen vom Höhenweg durch die Glaswand-Südseite berührt, zum anderen mündet hier der Aufstieg aus der Jachenau ein. Zum Wegekreuz führt außerdem ein Steig von Pessenbach (zwischen Kochel und Benediktbeuern) hinauf. Für den Anstieg über den Ostrücken folgt man nicht Schildern zum Hauptanstieg über die Staffelalm auf den Rabenkopf, sondern dem Wegweiser zur Bergwachthütte. Diese liegt wenige Höhenmeter oberhalb am Rücken. Rechts von ihr setzt sich der Weg zum Rabenkopf fort.

Der Weg gewinnt am locker bewaldeten Rücken schnell an Höhe. Es gibt einige schrofige Stufen im Weg, die aber immer gerade noch mit einem großen Schritt zu ersteigen sind. Im letzten Abschnitt vor dem Schwarzeck gehen die Bäume allmählich in Latschen über, dann öffnet sich der freie Gipfelbereich des Schwarzecks, wo der Gratverlauf nach Südwesten umbiegt. Die Grasfläche macht das Schwarzeck zu einem bequemeren Platz als dem Rabenkopf-Gipfel, allerdings ist die Aussicht hier eingeschränkter und auch am Rabenkopf gibt es auf der Südseite unterhalb des Gipfels grasige Plätze.

Nach wenigen Metern Höhenverlust steigt der Verbindungskamm beim Übergang zum Rabenkopf-Gipfel langsam wieder an. Vorbei an den letzten Bäumen gelangt man zum latschenbewachsenen, schrofendurchsetzten Gipfelaufbau. Hier ist eine kurze, steile Schrofenstufe durch mehrere Trittbügel und ein Drahtseil entschärft worden. Oberhalb sind es nur noch wenige Meter bis zum Gipfel.

Übergang vom Bergelskopf zum Rabenkopf (weglos und Pfadspuren, aber nicht schwierig):

Der Verbindungsgrat vom Bergelskopf her bietet eine wenig gebräuchliche, aber interessante Zugangsmöglichkeit zum sonst stark besuchten Rabenkopf. Vom Bergelskof steigt man dazu auf einem kleinen Pfad am Nordostkamm in kurzen Kehren in den Flachen Sattelbereich zwischen den beiden Gipfeln ab. Der Sattel kann auch ohne vorherige Besteigung des Bergelskopfs von der westlich unterhalb gelegenen Weidefläche aus erreicht werden (Ziehweg dorthin vom Verbindungsweg Holzstube/Talfleck - Kochler Alm).

Vom Sattel aus setzt sich der Kamm zunächst über ein längeres Stück ansteigend fort, wobei sich nur vereinzelt deutliche Pfadspuren finden. Von links kommt zunächst eine felsige Rippe herauf, nach deren Einmündung der Kamm ziemlich flach zu einer Biegung führt, bei der sich nach Westen ein deutlich ausgeprägter Seitengrat ablöst. Ab diesem Punkt (Feuereck) gibt es wieder einen Pfad, der den Anstieg besonders im letzten, etwas mit Latschen bewachsenen Teil erleichtert. Der Kamm biegt über mehrere ganz kleine Zwischenkuppen allmählich mehr nach Osten um und erreicht dann nach einem längeren fast ebenen Abschnitt mit einem letzten kurzen Anstieg das bereits länger sichtbare Gipfelkreuz. Auch die kurze Schrofenzone direkt unter dem Gipfel bereitet wegen des Steigs keinerlei Schwierigkeiten.

Abstieg über Staffelalm und Rappinschlucht nach Jachenau (leicht, in der Rappinschlucht aber ausgesetzter Wegabschnitt):

Der Weg zur Staffelalm stellt die übliche und einfachste Abstiegsroute vom Rabenkopf dar. Sie verläuft zuerst am Südostrücken über Grasböden und durch lichten Wald abwärts zu einer Schulter, wo sich der Grat teilt. Der Weg hält sich nach rechts an den wenig ausgeprägten, sehr breiten Rücken, der nach Süden umbiegend auf die Staffelalm zu verläuft. Über deren Weideflächen geht es rasch hinab zur Alm.

Als interessante Abstiegsmöglichkeit in die Jachenau bietet sich von hier der Weg durch die Rappinschlucht an. Links an der Alm vorbei verläuft er kurz über die Weide abwärts zu einer annähernd ebenen Fläche vor dem Waldrand. Hier im Weidegelände gilt es gut auf den Wegverlauf zu achten. Noch etwas vor dem Ende der Weide weisen Schilder nach rechts in den Wald. Dort ändert der Steig bei einer Linkskurve bald wieder seine Richtung, um nun über eine lange Strecke hoch über dem Tal des Rappinbachs talauswärts zu führen. Auch die Steilheit bleibt fast immer konstant gering, der Steig verliert aber kontinuierlich an Höhe. Unterhalb wird schließlich die Rappinalm sichtbar und kurz darauf hat man sich dem Talboden bis auf wenige Meter genähert (Nach rechts Abzweig zur Alm).

Nach einer Geländekante beginnt nun die Rappinschlucht. Gleich zu Beginn bietet sich der beste Tiefblick in die Schlucht mit zwei größeren Gumpen, nach unten hin wird der Bachverlauf weniger wild. Der Steig verläuft hoch über dem linken Ufer durch die sehr steile Flanke, die ohne die Weganlage nicht begehbar wäre. Direkt am Wegrand geht es teilweise sehr steil in die Schlucht hinunter. Fast das gesamte besonders exponierte Teilstück ist bereits nach den ersten Metern in der Schlucht gut zu überblicken. Bei normaler Schwindelfreiheit sollte die Begehung keine Probleme bereiten, es sei denn, der Weg wäre einmal in schlechtem Zustand. Insgesamt ist die Schluchtstrecke nur relativ kurz und mündet bald ins Lainltal aus.

Über eine Brücke geht es hier auf die andere Talseite und auf einem Fahrweg talauswärts. Für den letzten Abschnitt stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung, am schönsten ist wohl der Fußweg, der sich weitgehend an den Verlauf der Großen Laine hält. Er zweigt nach einiger Zeit von der Fahrstraße nach rechts ab und überquert kurz darauf den Bach. Nach einer Waldpassage mündet er erneut in einen Fahrweg ein. Diesem folgt man etwa einen halben Kilometer weit, bis die Route zum Parkplatz bei der Kirche in Jachenau wieder nach links auf einen Fußweg abschwenkt. Er führt durch schönen Mischwald, zuletzt wieder direkt oberhalb des Bachs entlang, zum Dorf. Im unteren Teil ab der Rappinschlucht verlaufen die Wege fast eben, so dass für die Route aufgrund dieser noch relativ langen Strecke mehr Zeit eingeplant werden muss, als es rein aus der Höhendifferenz abzuleiten wäre.

Abstieg nach Kochel (einfacher Wanderweg, im unteren Teil Forststraße):

Der übliche Abstieg vom Rabenkopf nach Kochel am See verläuft über Staffelalm, Kochler Alm und nach Passieren des Sattels am Talfleck über die Fahrstraße im Tal des Laingrabens. Vom Gipfel aus ist die Route über den Südostkamm zunächst identisch mit dem Abstieg in die Jachenau: Der teils in Stufen angelegte Weg folgt zunächst dem Kammrücken und biegt dann nach rechts auf die Weideflächen der Staffelalm ab, wo er direkt auf die Alm zu führt. Alternativ ist es auch möglich, weiter am Kamm zu bleiben - allerdings ohne Weg, so dass ein wenigTrittsicherheit erforderlich ist. Dabei kommt man fast genau auf Höhe der Staffelalm auf dem E4 aus, der vom Sattel zwischen Glaswand und Rabenkopf aus zur Staffelalm quert.

Unmittelbar vor der Alm geht es in Richtung Kochler Alm nach rechts und anfangs deutlich abwärts in den Talschluss des Rappinbachs. Mehrere Gräben seiner Quellbäche werden anschließend fast auf gleicher Höhe bleibend noch gequert, dann ist der Geländeabsatz mit der Kochler Alm erreicht. Derrestliche Abstieg verläuft über deren Zufahrtsstraße von Kochel aus. Die Almstraße steigt anfangs auch noch einmal ein paar Meter an, passiert dann am Talfleck den Sattel zwischen Bergelskopf und Hirschhörnlkopf und schwenkt damit ins Gebiet des Laingrabens ein. Meist weit oberhalb des Talgrunds geht es dann durch Wald noch mehr als 500 Höhenmeter bis nach Kochel hinab.

 

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