Platteneck, 1804 m (Bayerische Voralpen)

Platteneck über der Rechtlerhütte

Platteneck über der Rechtlerhütte

Platteneck - Gipfel-Daten zu diesem Berg

Das Platteneck schließt das Halbrund der Gipfel über der Michelfeld-Hochebene im Nordosten ab. Im Gratverlauf nach der Hohen Kisten folgt erst noch eine zwar höhere, letztlich aber unbedeutende Schulter, dann erhebt sich der Kamm nach einer Einsattelung noch einmal zum eigenständigen Gipfel des Plattenecks. Über den Sattel am Fuß des Westrückens führt ein Pfad, der das Pustertal und Möselkarl mit der Diensthütte oberhalb der Rechtlerhütte verbindet.

Dieser Sattel ist zugleich der Ausgangspunkt für den einzigen allgemein zu empfehlenden Aufstieg zum Platteneck, denn nur am Westrücken kann man ohne Steilpassagen oder stark hinderliche Latschen zum Gipfel gelangen. So bietet das Platteneck aber eine weniger bekannte und damit ruhigere Alternative zur Hohen Kisten als schnell erreichbares Gipfelziel von der Rechtlerhütte aus. Zu dieser Hütte führt von Eschenlohe aus eine Alm- und Forststraße, die das Platteneck mit einem weiten Bogen über den Sattel im Verbindungskamm zum Simetsberg fast vollständig umrundet.

Foto-Galerie zum Platteneck

Südseite des Plattenecks

Südseite des Plattenecks

Blick vom Wallgauer Eck auf das Platteneck

Blick vom Wallgauer Eck auf das Platteneck

Platteneck von Westen, rechts unten die Rechtlerhütte

Platteneck von Westen, rechts unten die Rechtlerhütte

Platteneck über der Diensthütte

Platteneck über der Diensthütte

Blick vom Simetsberg zum benachbarten Platteneck in der Krottenkopfgruppe; links das Wallgauer Eck

Blick vom Simetsberg zum benachbarten Platteneck in der Krottenkopfgruppe; links das Wallgauer Eck

Platteneck mit Kühalm und Rechtlerhütte am linken Bildrand

Platteneck mit Kühalm und Rechtlerhütte am linken Bildrand

Platteneck mit dem Westrücken links

Platteneck mit dem Westrücken links

Hohe Kisten (Bildmitte) von Osten, vorne links das Platteneck

Hohe Kisten (Bildmitte) von Osten, vorne links das Platteneck

Platteneck von Süden

Platteneck von Süden

Platteneck von der Hohen Kisten

Platteneck von der Hohen Kisten

Anstiege und Bergtouren Platteneck

Über den Westrücken (ziemlich leicht, etwas Wegsuche erforderlich):

Über die tiefste Einsattelung zwischen Hoher Kisten und Platteneck verläuft der Verbindungsweg von Rechtlerhütte und Pustertal. Von der Rechtlerhütte kommend nutzt man den steilen Fahrweg zur Diensthütte am Hang oberhalb - hierzu folgt man einfach der Fortsetzung der Auffahrtsstraße zur Rechtlerhütte um eine Rechtskehre bis zu ihrem Ende bei der Diensthütte. Kommt man dagegen aus Richtung Krottenkopf / Weilheimer Hütte / Hohe Kisten, zweigt der günstigste Weg dorthin nach der ersten Einsattelung östlich der hohen Kisten halblinks vom Hauptweg ab (alte Markierungen). An der Hütte geht es dann auf jeden Fall rechts vorbei und auf dem deutlichen, markierten Weg in den Sattel vor dem Platteneck.

Die weitere Route von hier aus ist durch den Gratrücken vorgegeben, allerdings ist es in dem dichten Latschengelände nicht ganz einfach, die richtige Fortsetzung zu finden. Es gibt mehrere Latschengassen, die jeweils als Wildpfade dienen und dann auch nur sehr mühsam passierbare Stellen aufweisen können. Aber auch ein ausgeholzter Weg steht zur Verfügung. Er hält sich anfangs knapp rechts des Gratrückens, später auch teilweise direkt am Kamm. Es empfiehlt sich, auf abgeschnittene Latschenäste zu achten, um die richtige Gasse zu finden. Nach einer kleinen Schulter wendet sich der Weg wieder knapp unter die Grathöhe in die Südflanke und passiert hier eine schrofige Zone, die die gesamte gegenüberliegende Nordwestflanke durchzieht. Zwischen nur noch niedrigen Latschen gewinnt der Steig dann wieder am Kamm schnell den Gipfel

Die Diensthütte, hier von der Hohen Kisten kommend gesehen

Die Diensthütte, hier von der Hohen Kisten kommend gesehen

Rechts am Weidezaun vorbei geht es weiter zur Wegfortsetzung hinter der Hütte

Rechts am Weidezaun vorbei geht es weiter zur Wegfortsetzung hinter der Hütte

Der Weg zum Sattel führt genau auf das Platteneck zu

Der Weg zum Sattel führt genau auf das Platteneck zu

Beim Blick auf den Westrücken sind die Latschengassen leider kaum zu erkennen

Beim Blick auf den Westrücken sind die Latschengassen leider kaum zu erkennen

Oberhalb des Sattels: Die richtige Latschengasse ist an abgeschnittenen Ästen zu erkennen

Oberhalb des Sattels: Die richtige Latschengasse ist an abgeschnittenen Ästen zu erkennen

Am weniger ansteigenden zweiten Teil des Rückens weicht der Weg etwas nach rechts aus

Am weniger ansteigenden zweiten Teil des Rückens weicht der Weg etwas nach rechts aus

Aussicht ins Karwendel (vorne Soierngruppe)

Aussicht ins Karwendel (vorne Soierngruppe)

Die schrofigen Passagen bereiten keine besonderen Schwierigkeiten

Die schrofigen Passagen bereiten keine besonderen Schwierigkeiten

Am obersten Gipfelgrat mit nur noch niedrigen Latschenbüschen

Am obersten Gipfelgrat mit nur noch niedrigen Latschenbüschen

Rückblick im flacheren oberen Teil des Westrückens

Rückblick im flacheren oberen Teil des Westrückens

Umrahmung der großen Hochfläche vom Gipfel aus gesehen

Umrahmung der großen Hochfläche vom Gipfel aus gesehen

Karwendelblick vom Gipfel

Karwendelblick vom Gipfel

Silhouette der Hohen Kisten kurz vor Sonnenuntergang am Platteneck-Gipfel

Silhouette der Hohen Kisten kurz vor Sonnenuntergang am Platteneck-Gipfel

Abstieg über die Nordostflanke (Trittsicherheit in schrofendurchsetztem, unübersichtlichem Gelände erforderlich):

Der Anstieg über den Westrücken ist aufgrund der sonst dichten Latschen eigentlich die einzige sinnvolle Route am Platteneck. Es gibt aber auch im Bereich der Nordostflanke noch die Möglichkeit, eine Route ohne viel Latschenberührung zu finden. Dazu folgt man vom Gipfel aus nur noch ganz kurz dem Kammverlauf bzw. der Gasse direkt links unterhalb nach Osten, um dann schon vor der nächsten Schulter bei einer größeren latschenfreien Fläche nach links in die Flanke abzusteigen. Hier darf man sich nicht zu weit von der Geländekante entfernen, die vom Gipfel nach Norden herabzieht, da sonst in die Nordostflanke ein felsiger, kaum passierbarer Abbruch eingelagert ist. Auch so wird es aber kaum möglich sein, eine Route ganz ohne schrofige Passagen oder kurzzeitig dichte Latschen zu finden. Die Steilheit des Geländes erfordert in jedem Fall Trittsicherheit. Auch nach der Gipfelflanke gestaltet sich die weitere Routenfindung nicht ganz einfach, denn großflächige Gras- und Schuttflächen werden mitunter wieder von Latschengebieten unterbrochen. Man könnte versuchen, weiter abzusteigen und den unterhalb quer verlaufenden Pfad zwischen Möselkar und Kesselköpfen zu finden, sicherer zum Ziel führt aber eine höhenmetersparende Querung weiter oben in Richtung auf den Sattel zwischen dem Platteneck und den östlich vorgelagerten, unbedeutenden Kesselköpfen. Meist geht es hier im freien Gelände einigermaßen gut vorwärts, Latschenunterbrechungen sind jeweils nur kurz. Schließlich trifft man auf eine kleine ebene Weidefläche unter dem erwähnten Sattel. Mit nur wenigen Höhenmetern Anstieg wird die Einsattelung überschritten - am Gratkopf rechts oberhalb sieht man einen auffallenden Jagdstand - und die nur wenige Schritte unterhalb vorbeiführende Zufahrtsstraße zur Rechtlerhütte erreicht. Dieser kann man nach Eschenlohe talwärts folgen oder sie nach wenigen Metern Abstieg wieder nach rechts verlassen und so über den Wildsee und ein Netz aus Fuß- und Forstwegen nach Wallgau gelangen.

Am Ostrücken geht es auf der linken Seite nur wenige Meter entlang, bevor dichtere Latschen beginnen

Am Ostrücken geht es auf der linken Seite nur wenige Meter entlang, bevor dichtere Latschen beginnen

Beim anschließenden Abstieg durch die Nordostflanke sollte man nicht zu weit vom hier sichtbaren Rücken abweichen

Beim anschließenden Abstieg durch die Nordostflanke sollte man nicht zu weit vom hier sichtbaren Rücken abweichen

Abstieg durch ein der Latschengassen

Abstieg durch ein der Latschengassen

Überblick über den Weiterweg nach Osten

Überblick über den Weiterweg nach Osten

Stellenweise (hier im Rückblick) kann etwas Kletterei über brüchige Schrofen notwendig werden

Stellenweise (hier im Rückblick) kann etwas Kletterei über brüchige Schrofen notwendig werden

Die anschließende Querung durch die Nordseite wird gelegentlich durch Latschen behindert

Die anschließende Querung durch die Nordseite wird gelegentlich durch Latschen behindert

Schließlich ziehen sich die Latschen zurück und das Gelände wird besser gangbar

Schließlich ziehen sich die Latschen zurück und das Gelände wird besser gangbar

Ein kurzer Aufstieg führt hier zur Einsattelung im Platteneck-Ostrücken vor den "Kesselköpfen" hinauf

Ein kurzer Aufstieg führt hier zur Einsattelung im Platteneck-Ostrücken vor den "Kesselköpfen" hinauf

Im Sattel öffnet sich wieder der Blick auf die Gipfel des Karwendels

Im Sattel öffnet sich wieder der Blick auf die Gipfel des Karwendels

Auf der anderen Seite der Einsattelung sind es nur wenige Höhenmeter bis zum Fahrweg hinunter

Auf der anderen Seite der Einsattelung sind es nur wenige Höhenmeter bis zum Fahrweg hinunter

 

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