Pfaffenkopf, 1620 m (Bayerische Voralpen)

Pfaffenkopf von Süden

Pfaffenkopf von Süden

Pfaffenkopf - Gipfel-Daten zu diesem Berg

Der Pfaffenkopf ist der nördlichste Gipfel des Schindermassivs und unterscheidet sich etwas von seinen Nachbarn: Wegen der geringeren Höhe gibt es weniger Felsen. Die für das gesamte Gebiet charakteristischen Latschen kommen zwar auch am Pfaffenkopf vor, allerdings nicht ganz so zahlreich wie etwa am Rotkogel oder am Bayerischen Schinder. Stattdessen bedeckt schöner Wald den unteren Teil der Hänge und direkt am höchsten Punkt findet man sogar einen ausgesprochen schönen, aussichtsreichen Grasboden vor, der einen Besuch des Pfaffenkopfs durchaus lohnend macht. Stiller als am Schinder ist es hier in jedem Fall, denn es führt kein Weg zum Gipfel. Nur leider lässt sich die Besteigung des Pfaffenkopfs nicht günstig mit einem anderen Gipfel kombinieren, und für sich allein genommen ist die Unternehmung etwas kurz.

Foto-Galerie zum Pfaffenkopf

Pfaffenkopf-Südostflanke vor dem Spitzinggebiet, beginnend mit dem Stolzenberg

Pfaffenkopf-Südostflanke vor dem Spitzinggebiet, beginnend mit dem Stolzenberg

Pfaffenkopf mit dem Nordwestrücken links

Pfaffenkopf mit dem Nordwestrücken links

Pfaffenkopf-Gipfelbereich von Westen

Pfaffenkopf-Gipfelbereich von Westen

Südseite des Pfaffenkopfs

Südseite des Pfaffenkopfs

Nordgrat zum Sattel vor dem Pfaffenkopf vom Gipfel aus gesehen

Nordgrat zum Sattel vor dem Pfaffenkopf vom Gipfel aus gesehen

Gipfelbereich des Pfaffenkopfs über dem Nordrücken

Gipfelbereich des Pfaffenkopfs über dem Nordrücken

Pfaffenkopf mit Südostflanke

Pfaffenkopf mit Südostflanke

Pfaffenkopf und Rotkogel von Südwesten

Pfaffenkopf und Rotkogel von Südwesten

Pfaffenkopf vor der Bodenschneid

Pfaffenkopf vor der Bodenschneid

Pfaffenkopf, Rotkogel und Bayerischer Schinder von Westen

Pfaffenkopf, Rotkogel und Bayerischer Schinder von Westen

Pfaffenkopf über seinem Nordosten

Pfaffenkopf über seinem Nordosten

Pfaffenkopf mit Nordseite und Nordwestkamm (rechts)

Pfaffenkopf mit Nordseite und Nordwestkamm (rechts)

Bayerischer Schinder und vorgelagert Rotkogel und Pfaffenkopf von Norden

Bayerischer Schinder und vorgelagert Rotkogel und Pfaffenkopf von Norden

Schindermassiv (links Österreichischer Schinder, rechts vorne Pfaffenkopf) von Norden

Schindermassiv (links Österreichischer Schinder, rechts vorne Pfaffenkopf) von Norden

Rotkogel und Pfaffenkopf mit dem gesamten Nordostrücken vor dem Valepptal

Rotkogel und Pfaffenkopf mit dem gesamten Nordostrücken vor dem Valepptal

Oberer Teil des Hudlergrunds unter dem Sattel zwischen Pfaffenkopf und Rotkogel

Oberer Teil des Hudlergrunds unter dem Sattel zwischen Pfaffenkopf und Rotkogel

Pfaffenkopf von Norden

Pfaffenkopf von Norden

ONO-Rücken vom Gipfel aus gesehen

ONO-Rücken vom Gipfel aus gesehen

Anstiege und Bergtouren Pfaffenkopf

Aus dem Hudlergrund über die Ostflanke (langer wegloser Aufstieg ohne eindeutige Orientierungspunkte):

Wo der Fahrweg zur nahen Blauwandhütte und zur Schlagalm von der Mautstraße von Rottach-Egern und Sutten nach Valepp abzweigt, ist bei einem kleinen Parkplatz der günstigste Ausgangspunkt für die Pfaffenkopf-Besteigung. Man folgt dabei zunächst immer der Beschilderung zum Schinder (oft mit der Ergänzung "übers Kar" bezeichnet). Nach Passieren der beiden Hütten geht es einmal scharf nach links, dann verlaufen oft mehrere mögliche Routen (Fahr- und Fußwege) parallel zum Karausgang. Sie führen alle ans Ziel, sofern man halbwegs die richtige Richtung beibehält. Auf dem breiten,oft gerölligen und baumbestandenen Talboden wird der rechts oberhalb gelegene Pfaffenkopf passiert, bis aus Richtung der Einsattelung zwischen Pfaffenkopf und Rotkogel der lange, ausgedehnte Geröllstrom des Hudlergrunds herabkommt.

Hier verlässt man den Schinderweg und steigt auf der breiten Geröllfläche oder auf dem bewachsenen Hang rechts daneben an. Spätestens bevor sich die rechte Begrenzung des Geröllstroms allmählich zu einem unüberwindbaren Hindernis zu entwickeln beginnt, kommt nur noch der Aufstieg rechts in Frage. In schönem, urtümlichem Wald gewinnt man in der Nähe des gewaltiger werdenden Einschnitts an Höhe, bis sich dieser verzweigt und auch ein Astauf seine Nordseite ausgreift. Von dieser Stelle an erfolgt der Anstieg nun direkt am Hang hinauf über Gras und Waldboden, bis nach einiger Zeit der Ostrücken des Pfaffenkopfs erreicht ist (Blick am Rücken entlang talwärts und auf die Gipfel nördlich des Valepptals).

Der Ostrücken weist oberhalb leider so dichte Latschenbewuchs auf, dass er sich nicht für den weiteren Aufstieg eignet. Daher verlässt man ihn sofort wieder nach links in die Südostflanke des Pfaffenkopfs, um hier unterhalb der Latschenzone in die unmittelbare Gipfelzone zu queren. Am Ende des Walds verhindern die Latschen zwar immer noch einen direkten Anstieg zum Gipfel, man gewinnt aber einen Überblick über das schräg zum Südkamm hinüber ziehende Gelände. Der gut gangbare Südkamm ist das nächste Ziel. Größtenteils kann er vom Waldrand aus über Gras schräg aufwärts steigend erreicht werden, dazwischen gibt es aber auch eine Latschenzone. Die Lage der Latschengassen, die die Querung letztlich unproblematisch ermöglichen, sollte man sich bereits zu Beginn gut einprägen, da sie aus der Nähe sonst kaum noch von anderen Sackgassen zu unterscheiden wären. Durch die Latschen geht es dabei nicht aufsteigend, sondern eherauf gleicher Höhe bleibend und evtl. auch einmal wenige Schritte absteigend.

Wenn der Südkamm erreicht ist, sind auch alle Hindernisse und Orientierungsschwierigkeiten überwunden. Ein bequemer Grashang leitet die letzten Höhenmeter zum freien und damit aussichtsreichen Gipfel hinauf.

Der Nordostkamm über dem unteren Teil des Hudlergrunds

Der Nordostkamm über dem unteren Teil des Hudlergrunds

Beim Aufstieg über den Geröllstrom, der nun bald nach rechts auf die grasige Begrenzung verlassen wird

Beim Aufstieg über den Geröllstrom, der nun bald nach rechts auf die grasige Begrenzung verlassen wird

Anstieg im Gras und Wald rechts des Hudlergrunds

Anstieg im Gras und Wald rechts des Hudlergrunds

Blick in Richtung Rotkogel und Schinder

Blick in Richtung Rotkogel und Schinder

Schindertor im Süden

Schindertor im Süden

Beim Anstieg am Rand des Hudlergrund-Einschnitts

Beim Anstieg am Rand des Hudlergrund-Einschnitts

Aufstieg zum Ostrücken

Aufstieg zum Ostrücken

Aussicht vom Ostrücken in Richtung Stolzenberg

Aussicht vom Ostrücken in Richtung Stolzenberg

Querung vom Ostrücken aus durch die Südostflanke

Querung vom Ostrücken aus durch die Südostflanke

Das vor dem Südgrat (oben im Bild) noch zu durchsteigende Latschengebiet

Das vor dem Südgrat (oben im Bild) noch zu durchsteigende Latschengebiet

Rückblick vom Beginn der Latschen zum Ostrücken

Rückblick vom Beginn der Latschen zum Ostrücken

Am grasigen Südkamm mit Blick zu Rotkogel und Schinder

Am grasigen Südkamm mit Blick zu Rotkogel und Schinder

Die letzten Meter am Südrücken vor dem Gipfel

Die letzten Meter am Südrücken vor dem Gipfel

Gipfelblick zum Sonnwendkamm

Gipfelblick zum Sonnwendkamm

Wallberggruppe mit Risserkogel und Lahnerkopf

Wallberggruppe mit Risserkogel und Lahnerkopf

Rotkogel vor Österreichischem und Bayerischem Schinder

Rotkogel vor Österreichischem und Bayerischem Schinder

Vom Pfaffenkopf geht der Blick über die Ausläufer von Schmaleggerjoch und Schinder weit nach Südosten

Vom Pfaffenkopf geht der Blick über die Ausläufer von Schmaleggerjoch und Schinder weit nach Südosten

Auch die höchsten Karwendelgipfel sind sichtbar

Auch die höchsten Karwendelgipfel sind sichtbar

Abstieg nach Nordwesten zur Kogeltalalm und zur Schlagalm (wegloser Abstieg auf mäßig steilem, bewachsenen Rücken):

Neben der Ost- bzw. Südostseite kann auch der Nordwestkamm des Pfaffenkopfs ganz gut begangen werden. Im Abstieg vom Gipfel aus folgt man dabei grundsätzlich immer dem Rücken, der direkt auf die Bernaustube (Wildfütterung) zu verläuft. Nach dem ersten bequem gangbaren grasigen Abschnitt muss die folgende Latschenzone allerdings umgangen werden, was auf der linken Seite deutlich weniger steil möglich ist. Die Latschen gewähren manchmal nur einen engen Durchschlupf und drängen mit der Zeit stärker vom Grat ab, zu früh sollte man aber nicht in die Flanke hinunter absteigen. Bei einer deutlichen Latschengasse, die ersichtlich in freieres Gelände herab führt, empfiehlt sich dann aber ein Abstieg in westliche Richtung, um am unteren Rand der Latschen gleich wieder über Gras und Waldboden zum Rücken zurück zu queren.

Im weiteren Verlauf des langen Nordwestkamms treten dann keine besonderen Hindernisse mehr auf. Der Waldrücken verflacht schließlich und steigt sogar wieder einige Meter zu einer Kuppe an. Hier ist eine gute Stelle, um den Kamm nach rechts in Richtung Kogeltalalm zu verlassen. Nach Abstieg über einen kurzen Waldhang betritt man eine freie Schneise im schon fast ebenen Talboden. Diesem kann man ein Stück abwärts folgen oder auch gleich weiter nach Nordosten queren, bis man die Kogeltalalm vor sich hat oder knapp unterhalb der Alm auf den Fahrweg trifft.

Die einsam gelegene Kogeltalalm befindet sich abseits der üblichen Wanderrouten. Der weitere Abstieg kann auf der Zufahrtsstraße ins Tal der Valeppalm hinunter erfolgen. Im Anschluss an einen Aufstieg über den Hudlergrund und damit verbundenem Startpunkt bei der Blauwandhütte bietet sich aber noch eine interessantere Variante an: Der Verbindungssteig von Kogeltalalm und Schlagalm, der quer durch den unteren Teil der Nordhänge des Pfaffenkopfs verläuft. Dazu steigt man zunächst von der Kogeltalalm aus in dem seichten Talboden zum Sattel zwischen dem Pfaffenkogel und dem Öderberg (der unbedeutenden kleinen Erhebung oberhalb der Alm) an. Bis hierhin ist im Weidegebiet kaum ein durchgängiger Pfad zu entdecken, nach dem Sattel prägt sich aber ein Steig aus. Er ist nicht immer sehr deutlich, aber bei etwas Aufmerksamkeit nie zu verfehlen. Nach einer längeren Querung durch Wald und über bis zum Pfaffenkopf-Gipfelbereich heraufreichenden Lawinenstrichen und Gräben überschreitet man schließlich auch den Nordostkamm des Pfaffenkopfs. Der Steig führt dahinter weiter am Hang entlang und wendet sich damit taleinwärts in Richtung Schinderkar (ab hier wäre jederzeit ein - wenn auch nicht überall bequemer - Abstieg in den Talgrund zur Schinderroute möglich). Bei einer durch Steinen markierten Stelle endet der Pfad an einer scharf nach links herabführenden Schneise, die einen wenige Meter breiten Geländeabsatz bildet und wohl ein alter Ziehweg ist. Hier geht es nun weiter abwärts, wobei sich die Schneise bald in eine kleine, quer zum Hang verlaufende Rinne wandelt. Im Grund oder teils günstiger am Rand der Rinne erreicht man schließlich die Weideflächen der Schlagalm, die zunächst links des winzigen Paralleltals beginnen. Hier wird nun der Weg auch wieder deutlicher und füher schließlich als Traktorweg mit leichter Rechtswendung zur Schlagalm hinaus. Von hier sindes nur noch wenige Minuten bis zum Parkplatz an der Mautstraße unterhalb der Blauwandhütte.

Beginn des Nordwestkamms vom Gipfel aus gesehen

Beginn des Nordwestkamms vom Gipfel aus gesehen

Rückblick zum Gipfel nach den ersten Abstiegsmetern

Rückblick zum Gipfel nach den ersten Abstiegsmetern

Das Zwischenziel Kogeltalalm mit dem Öderberg

Das Zwischenziel Kogeltalalm mit dem Öderberg

Im folgenden latschenbewachsenen Gratabschnitt bietet sich statt der hier sichtbaren Flanke die Umgehung links an

Im folgenden latschenbewachsenen Gratabschnitt bietet sich statt der hier sichtbaren Flanke die Umgehung links an

Anfangs geht es am linken Rand der Latschen gut voran

Anfangs geht es am linken Rand der Latschen gut voran

Nachdem die Latschen dichter geworden sind, bietet diese Latschengasse einen Durchschlupf

Nachdem die Latschen dichter geworden sind, bietet diese Latschengasse einen Durchschlupf

Am unteren Ende der Gasse quert man über Gras wieder zum Kamm zurück

Am unteren Ende der Gasse quert man über Gras wieder zum Kamm zurück

Blick im Abendlicht zu Neualm und Risserkogel

Blick im Abendlicht zu Neualm und Risserkogel

Rückblick aus der freien Gasse im Talboden zum Pfaffenkopf und zum oberen Nordwestkamm rechts

Rückblick aus der freien Gasse im Talboden zum Pfaffenkopf und zum oberen Nordwestkamm rechts

Kogeltalalm mit Risserkogel und Lahnerkopf

Kogeltalalm mit Risserkogel und Lahnerkopf

Durch den seichten Talboden geht es weiter zur Einsattelung links im Bild; rechts der Pfaffenkopf

Durch den seichten Talboden geht es weiter zur Einsattelung links im Bild; rechts der Pfaffenkopf

Kurz vor dem Sattel

Kurz vor dem Sattel

Hinter der Einsattelung quert ein kleiner Pfad die Nordhänge des Pfaffenkopfs

Hinter der Einsattelung quert ein kleiner Pfad die Nordhänge des Pfaffenkopfs

Bei der Querung über Gras- und Waldhänge

Bei der Querung über Gras- und Waldhänge

Am Ende des Pfads: In umgekehrter Richtung ist der Beginn nur an den Steinmarkierungen zu erkennen

Am Ende des Pfads: In umgekehrter Richtung ist der Beginn nur an den Steinmarkierungen zu erkennen

Diese angedeutete Rampe führt nun weiter talwärts

Diese angedeutete Rampe führt nun weiter talwärts

Beim Erreichen der Weideflächen der Schlagalm wird der Weg wieder deutlicher

Beim Erreichen der Weideflächen der Schlagalm wird der Weg wieder deutlicher

 

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