Österreichischer Schinder, 1808 m (Bayerische Voralpen)

Österreichischer Schinder von Südosten

Österreichischer Schinder von Südosten

Österreichischer Schinder - Gipfel-Daten zu diesem Berg

Als Hauptgipfel des Schindermassivs wird der Österreichische Schinder von Valepp aus relativ häufig besucht. Er ist gekennzeichnet von den Nordabstürzen ins düstere Schinderkar und meist dichtem Latschenbewuchs auf der sanfteren Südseite. Ein langer, unwegsamer Kamm sinkt nach Nordwesten ins Valepptal ab. Von Valepp aus bietet sich eine Rundtour um diesen Kamm an, bei der sowohl das Schinderkar als auch die sonnige Südostseite des Gipfels in die Route einbezogen werden. Andere Ausgangspunkte gäbe es zwar auch noch, doch sind hier bereits die Stellen im Tal, an denen die eigentlichen Anstiege beginnen, so abgelegen, dass diese Möglichkeiten kaum genutzt werden. Mit Ausnahme des Südostanstiegs sorgt das an vielen Stellen schon recht alpine Gelände, das sich außerdem durch splitternden Fels und eine dementsprechend umfangreiche Schotterauflage auszeichnet, zudem dafür, dass sich nicht jeder Wanderer auf diesen Routen wohl fühlen wird. In besonderem Maß gilt dies für den Aufstieg durch das Schinderkar, wo unter dem Schindertor eine bröselige Steilstufe zu überwinden ist. In diesem Bereich zwischen Österreichischem und Bayerischem Schinder ist das Gelände dafür aber besonders wild geformt: Eine gewaltige Sanduhr unter dem Schindertor und ein freistehender Felsturm etwas oberhalb ziehen hier die Blicke auf sich.

Foto-Galerie zum Österreichischen Schinder

Der Gipfel des Österreichischen Schinders von seinem östlichen Vorgipfel aus gesehen

Der Gipfel des Österreichischen Schinders von seinem östlichen Vorgipfel aus gesehen

Österreichischer Schinder über dem Schindertor (links)

Österreichischer Schinder über dem Schindertor (links)

Blick vom östlichen Vorgipfel des Bayerischen zum Österreichischen Schinder

Blick vom östlichen Vorgipfel des Bayerischen zum Österreichischen Schinder

Rotkogel vor Österreichischem und Bayerischem Schinder vom Pfaffenkopf

Rotkogel vor Österreichischem und Bayerischem Schinder vom Pfaffenkopf

Österreichischer Schinder von Südwesten (Rieselsberg)

Österreichischer Schinder von Südwesten (Rieselsberg)

Ritzelbergalm vor dem Österreichischen Schinder, links das Schindertor

Ritzelbergalm vor dem Österreichischen Schinder, links das Schindertor

Aufstiegsweg vom Schinderkar zum Schindertor

Aufstiegsweg vom Schinderkar zum Schindertor

Österreichischer Schinder von Norden

Österreichischer Schinder von Norden

Österreichischer Schinder vom Rotkogel (Nordwesten)

Österreichischer Schinder vom Rotkogel (Nordwesten)

Schindermassiv über dem Tal der Brandenberger Ache

Schindermassiv über dem Tal der Brandenberger Ache

Gipfel des Österreichischen Schinders über den letzten Metern des Verbindungskamms mit dem Bayerischen Schinder

Gipfel des Österreichischen Schinders über den letzten Metern des Verbindungskamms mit dem Bayerischen Schinder

Schindermassiv mit Österreichischem Schinder, Bayerischem Schinder und Rotkogel von Osten

Schindermassiv mit Österreichischem Schinder, Bayerischem Schinder und Rotkogel von Osten

Im Talboden beim Zugang ins Schinderkar, links der Österreichische Schinder

Im Talboden beim Zugang ins Schinderkar, links der Österreichische Schinder

Schindertor von Norden

Schindertor von Norden

Blick über den Nordostrücken zum Rotwandgebiet, unten rechts die Trausnitzalm

Blick über den Nordostrücken zum Rotwandgebiet, unten rechts die Trausnitzalm

Tiefblick vom Schindertor ins Schinderkar, vorne die ersten Meter des Abstiegswegs dorthin

Tiefblick vom Schindertor ins Schinderkar, vorne die ersten Meter des Abstiegswegs dorthin

Aufschwung des Österreichischen Schinders aus dem Schindertor oberhalb des Schinderkars

Aufschwung des Österreichischen Schinders aus dem Schindertor oberhalb des Schinderkars

Anstiege und Bergtouren Österreichischer Schinder

Von Valepp über die Trausnitzalm (Wanderweg, der teils etwas Trittsicherheit erfordert):

Vom Parkplatz nahe am Zusammenfluss von Roter und Weißer Valepp (ein Stück vor dem Ende der Mautstraße beim Forsthaus Valepp) führt über die Ostseite ein Steig zur Trusnitzalm und weiter zum Österreichischen Schinder hinauf. Gegenüber dem Weg durch das Schinderkar hat er den Vorteil, etwas geringere Anforderungen zu stellen, besonderes wenn im oberen Teil des Schinderkars Schnee liegt oder sogar mit Vereisung zu rechnen ist. Etwas Trittsicherheit erfordert allerdings auch auf die Route über die Trausnitzalm

Am Parkplatz folgt man dementsprechend der Beschilderung "Schinder über Trausnitzalm" auf eine Forststraße und geht an der nächsten Kehre geradeaus (die mit "Schinder durchs Kar" ausgewiesene Fortsetzung der Forststraße würde auf die alternative Route durchs Schinderkar leiten). Nun steigt man auf einem Fußweg schräg durch die Osthänge des Grats, der vom Schinder in Richtung Valepp absinkt, an und quert dabei mehrere Rinnen und Gräben. Eine Stelle mit wohl meist nassen, schräg abfallenden Felsplatten ist dabei mit einem nicht sehr zuverlässig aussehenden Seil gesichert, hier ist auf jeden Fall Vorsicht nötig. Wo der Weg auf eine Forststraße trifft, folgt man ihr kurz (weniger als 50 Meter) nach rechts, wo am bergseitigen Hang schon die Wegfortsetzung zu sehen ist. Gleich anschließend geht es nochmals über die Forststraße, diesmal allerdings in direkter Überquerung. Der Weg gewinnt nun, immer noch im Wald verlaufend, spürbarer an Höhe und erreicht nach längerem Anstieg die Trausnitzalm und den Kessel östlich des Schinders.

Die aussichtsreiche Almfläche wird schräg ansteigend in Richtung auf den Kamm an ihrer linken Begrenzung überquert, wobei man an einer Wegverzweigung die obere Variante nimmt. Der Kamm aus Gras aus Latschen scheint zunächst direkt zum Gipfel hinauf zu führen, später erkennt man jedoch, dass der Punkt, wo er auf die Umgrenzung des Schinderkars trifft, erst ein Vorgipfel des Österreichischen Schinders ist. Das Gipfelkreuz wird bald ebenfalls etwas weiter links sichtbar. Im oberen Teil werden die Latschen sehr dicht, auf dem Weg kommt man aber ganz gut durch das Dickicht - ohne den Steig wäre die Route kein Vergnügen. So aber kann man die bis zum Gipfel ständig besser werdende Aussicht fast ungestört genießen. Allerdings sollte man die Route über den südöstlich ausgerichteten Latschenkamm an heißen Tagen lieber vermeiden.

Zu Beginn steigt der Weg über dem Tal der Valepp nur wenig an

Zu Beginn steigt der Weg über dem Tal der Valepp nur wenig an

Ein erster Blick auf das typische Schinder-Gelände, hier am Nordostgrat des Österreichischen Schinders

Ein erster Blick auf das typische Schinder-Gelände, hier am Nordostgrat des Österreichischen Schinders

Diese zu querende Rinne mit Lawinenresten passt gut zum wilden Gelände am Schinder

Diese zu querende Rinne mit Lawinenresten passt gut zum wilden Gelände am Schinder

Die Querung der nassen Felsplatte erfordert Vorsicht

Die Querung der nassen Felsplatte erfordert Vorsicht

Auch im Rückblick wird deutlich, dass es sich hier schon um die schwierigste Stelle des Anstiegs handelt

Auch im Rückblick wird deutlich, dass es sich hier schon um die schwierigste Stelle des Anstiegs handelt

Kurz vor der Trausnitzalm tritt hier der Weg aus dem Wald

Kurz vor der Trausnitzalm tritt hier der Weg aus dem Wald

Kurz unterhalb der Trausnitzalm

Kurz unterhalb der Trausnitzalm

Beim Anstieg zum Südostrücken mit Blick zu Rotwand und Kreuzbergkopf

Beim Anstieg zum Südostrücken mit Blick zu Rotwand und Kreuzbergkopf

Der Südostrücken zieht zu einem Vorgipfel des Österreichischen Schinders hinauf, links ist das Gipfelkreuz zu sehen

Der Südostrücken zieht zu einem Vorgipfel des Österreichischen Schinders hinauf, links ist das Gipfelkreuz zu sehen

Auch in südliche Richtung und zum Guffert gibt es nun einen freien Blick

Auch in südliche Richtung und zum Guffert gibt es nun einen freien Blick

Rückblick zur Trausnitzalm, darüber der Sonnwendkamm

Rückblick zur Trausnitzalm, darüber der Sonnwendkamm

Ausicht vom Südostrücken zum Rotwandgebiet

Ausicht vom Südostrücken zum Rotwandgebiet

Zuletzt werden die Latschen am Weg immer dichter

Zuletzt werden die Latschen am Weg immer dichter

Blick auf die nordwestliche Umrahmung des Schinderkars und zum Risserkogel

Blick auf die nordwestliche Umrahmung des Schinderkars und zum Risserkogel

Gipfelmeer zwischen Guffert und Halserspitz

Gipfelmeer zwischen Guffert und Halserspitz

Übergang vom Österreichischen Schinder über das Schindertor zum Bayerischen Schinder (anspruchsvoller Wanderweg mit versicherten Schrofenpassagen):

Siehe Beschreibung unter Bayerischer Schinder

 

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