Natterwand, 1618 m (Bayerische Voralpen)

Natterwand - Gipfel-Daten zu diesem Berg

Die Natterwand ist der höchste Punkt des Bergzugs südlich des Hauptkamms der Blauberge. Sie könnte damit ebenso gut dem Rofangebirge zugerechnet werden wie den Bayerischen Voralpen. Dies umso mehr, als der Gipfel nach Norden hin tatsächlich seinem Namen entsprechend eine steile Wand aufweist und damit klar gegen den Sattel unterhalb abgegrenzt ist. Der durch die Wand vorgegebene Gratverlauf in Ost-West-Richtung bildet in gewisser Weise eine Fortsetzung des benachbarten Schneidjoch-Kamms. Von diesem Doppelgipfel, der zum Rofan gehört, trennt die Natterwand allerdings der deutliche Einschnitt des Filzmoosbachs.

Leichter als über das nördliche Steilgelände gestaltet sich die Zugänglichkeit von Süden aus. Auch hier versteckt sich im Wald allerdings eine eine kleine Steilstufe und einen Weg auf die Natterwand gibt es nicht. Damit bleibt sie ein ruhiges Gipfelziel für Gebietsspezialisten.

Foto-Galerie Natterwand

Natterwand und rechts Rotmöserkopf vor dem Schneidjoch

Natterwand und rechts Rotmöserkopf vor dem Schneidjoch

Die schrofige Nordseite der Natterwand vor dem Guffert

Die schrofige Nordseite der Natterwand vor dem Guffert

Natterwand und rechts Blaubergkamm von der Halserspitz gesehen

Natterwand und rechts Blaubergkamm von der Halserspitz gesehen

Guffert zwischen Schneidjoch und Natterwand

Guffert zwischen Schneidjoch und Natterwand

Anstiege und Bergtouren Natterwand

Über den Westrücken (wegloses Waldgelände und wenige einfache Schrofen):

Der Anstieg erfolgt vom Festlalm-Hochleger aus, der durch eine Zufahrtsstraße erschlossen ist. Ein günstiger Startpunkt ist eine kleine Parkmöglichkeit an der Straße Achenkirch - Steinberg, der ein paar hundert Meter vor dem großen Parkplatz am Ausgangspunkt zur Gufferthütte liegt. Von hier folgt man dem Forstwegesystem (keine Beschilderungen, daher nach der Wanderkarte gehen), zuletzt quer durch die Südflanke des Rotmöserkopfs bis zum Festlalm-Hochleger. Man kann auch vom Niederleger der Festlalm an einem Bachgraben entlang erst auf einem Weg, dann pfadlos über Gelände mit starkem Bodenbewuchs etwas direkter ansteigen. Den Niederleger erreicht man, wenn man vom Parkplatz aus erst dem Hauptweg in einer Linkskehre folgt und dann an der größeren Wegkreuzung nach rechts statt nach links abbiegt.

Vom Hochleger aus sind es nur wenige Minuten über das bald bewaldete Weidegelände bis zum Sattelbereich zwischen Rotmöserkopf und Natterwand, in dem der Westrücken des Gipfels beginnt. Der Anstieg hält sich nun im gesamten Verlauf an den Rücken, verläuft am günstigsten aber einige Meter tiefer auf der Südseite. Hier ist der Bewuchs geringer und der Waldboden besser gangbar, während der Grat selbst besonders im oberen Teil auch felsig und mit Latschen bewachsen ist. Da es keinen Steig gibt, sind etwas Trittsicherheit und ein Auge für die beste Route durch einige Passagen mit Felsblöcken und umgestürzten Bäumen gefragt. Auch der Gipfel wird, bedingt durch die Latschen direkt am Rücken, zuletzt von Süden her erreicht. Dabei gibt es eine kurze Trittspur über eine leicht schrofige Stelle zwischen den Latschen. Am Gipfelkreuz selbst stören die Latschen nicht, da genügend freier Platz vorhanden ist.

Aufstieg von Süden (einige leichte Schrofen bis I und mittelsteiles wegloses Waldgelände):

Vom Festlalm-Hochleger aus setzt sich die Almzufahrt als Forststraße noch weiter fort und führt mäßig ansteigend in die Südseite der Natterwand. Kurz nach dem höchsten Punkt der Straße endet diese südöstlich der kleinen Erhebung, die der Natterwand im Süden vorgelagert ist. Von hier gelangt man nach links auf Pfadspuren oder weglos schnell in die Einsattelung zwischen dem Vorkopf und der eigentlichen Natterwand. Die Südseite des Gipfels wird unten dem Namen entsprechend von einer mehrere Meter hohen Felsstufe abgeschirmt, die sich auf einer langen Strecke über dem Weidegebiet hinzieht. Direkt über dem Sattel bietet sich die Überkletterung der Stufe nicht unbedingt an, auch da der Gipfel etwas weiter links liegt. Daher steigt man am Rand der Wand wieder ein Stück in Richtung Festlalm ab, bis schräg von rechts unten nach links oben verlaufende Bänder in der Felsstufe einen einigermaßen leichten Anstieg zum Waldgelände oberhalb ermöglichen (teils I). Über den mit grobem Blockwerk durchsetzten Waldboden wird der Gipfel dann in direktem Anstieg erreicht. Auf den letzten Metern geht der Wald in Latschengelände über. Zwischen den Latschen führt hier eine Trittspur über ein paar leichte Schrofen zum Gipfelkreuz hinauf.

 

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