Nagelspitz, 1554 m (Bayerische Voralpen)

Nagelspitz - Gipfel-Daten zu diesem Berg

Im Kamm, der vom Jägerkamp nach Norden zieht, liegen noch einige kleinere Erhebungen. Eine davon ist die Nagelspitz - nicht die höchste, aber doch die auffallendste. Denn zum Aurachtal hin durchschneidet direkt vom Gipfel ausgehend eine wilde Schrofenrinne die gesamte Bergflanke, und das in einem ansonsten noch nicht sehr alpinen Gebiet. Nach dem kleinen Gipfelpunkt der Nagelspitz sinkt der Gratzug allmählich ins Tal bei Fischbachau ab. Die talnahe Lage trägt ebenfalls noch dazu bei, dass dieser Punkt und nicht die näher am Jägerkamp gelegenen Erhebungen einen eigenen Namen bekommen hat. Bestiegen wird der insgesamt allerdings doch eher unbedeutende Gipfel nur selten.

Anstiege und Bergtouren Nagelspitz

Von Süden (teils weglos, teils Kuh- und Wildspuren, am felsigen Gipfelaufbau I):

Ausgangspunkt ist die Einsattelung am Fuß des Jägerkamp-Nordrückens, wo der Verbindungsweg von Benzingalm und Jägerbauernalm den Kamm Jägerkamp - Nagelspitz überquert. Der Gratrücken von hier zur Nagelspitz verläuft erst über einige Zwischenerhebungen nach Norden und biegt zuletzt nach Nordosten um. Die vorgelagerten Erhebungen sind zwar sogar etwas höher als die Nagelspitz, zeigen aber keine so auffallenden Formen. Der erste Grashügel nach dem Sattel wird im Weidegebiet überschritten oder auf der linken Seite gequert. Bald darauf wird der Kamm latschenbedeckt und auch teilweise felsig. Dieser Abschnitt kann sowohl links als auch rechts umgangen werden. Unproblematischer ist die linke Umgehung über Wiesenflächen. Dazu hält man sich unterhalb der Latschen und steigt nach der felsigen Zwischenerhebung P. 1588 sofort wieder zum Kamm hinauf, wo das Gras wieder bis dorthin hinaufreicht. Auch die rechte Umgehung ist trotz des Latschengeländes möglich, wenn man die richtige Kuhspur findet (in umgekehrter Richtung einfacher).

Wo die beiden Varianten hinter der Erhebung wieder zusammentreffen, geht es nach Nordosten am Kamm weiter in Richtung auf den Gipfel, der allerdings wegen des Walds, der sich hier allmählich die Latschen mischt, nicht immer zu sehen ist. Durch die dichteren Latschen zu Beginn führt eine Kuhspur, dann kann man im mittleren Abschnitt vorteilhaft knapp links von der Kammhöhe vorankommen. Wo der Grat wieder anzusteigen beginnt, bleibt man noch kurz links, bis die Latschen hier den Weiterweg verhindern. An dieser Stelle ist es durch Übersteigen einiger Latschenäste am Grat möglich, auf die andere Gratflanke zu wechseln. Dort weisen die Latschen genügend Lücken auf, allerdings wird das Gelände etwas steiler und am letzten Gipfelaufbau müssen auf ein paar Metern ausgewaschene Felsen erklettert werden (I). Am Gipfel steht man dann direkt über der eindrucksvollen Steilschlucht, die die Ostseite bis ins Aurachtal hinunter durchreißt.

 

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