Latschenkopf, 1487 m (Bayerische Voralpen)

Der Latschenkopf über den Wiesen bei Raut

Der Latschenkopf über den Wiesen bei Raut

Latschenkopf - Gipfel-Daten zu diesem Berg

Der Latschenkopf ist dem Kamm der Benediktenwand in Richtung Jachenau vorgelagert und hier der einzige Gipfel von eigenständiger Bedeutung. Nicht verwechselt werden darf er mit der gleichnamigen Erhebung, die sich im Hauptgrat der Gruppe zwischen den Achselköpfen und dem Vorderen Kirchstein befindet. Der Name des Bergs passt gut zum Aussehen des obersten Gipfelbereichs, der ziemlich dicht mit Latschen bewachsen ist. Darunter befinden sich Waldhänge und die Weidegebiete von Laichhansen- und Erbhoferalm.

Durch die Lage vor der Benediktenwand muss bei einer Besteigung dieses Bergs von der Jachenau aus zunächst der Latschenkopf umgangen werden, üblicherweise über den Langenecksattel in seinem Ostausläufer. Auch im Westen besitzt der Latschenkopf noch einen längeren Grat, der mit dem Labelsberg auch noch eine kleine Erhebung in schöner Lage aufweist.

Foto-Galerie zum Latschenkopf

Latschenkopf und Gopperalm von Westen

Latschenkopf und Gopperalm von Westen

Nordostflanke des Latschenkopfs vom Nordrücken aus gesehen

Nordostflanke des Latschenkopfs vom Nordrücken aus gesehen

Nordostflanke des Latschenkopfs über der Erbhoferalm

Nordostflanke des Latschenkopfs über der Erbhoferalm

Latschenkopf von der Benediktenwand aus gesehen

Latschenkopf von der Benediktenwand aus gesehen

Blick vom Hirschhörnlkopf auf die Westseite des Latschenkopfs

Blick vom Hirschhörnlkopf auf die Westseite des Latschenkopfs

Latschenkopf über dem Kessel der Erbhoferalm

Latschenkopf über dem Kessel der Erbhoferalm

Westrücken des Latschenkopfs mit der Zufahrtstraße zur Erbhoferalm

Westrücken des Latschenkopfs mit der Zufahrtstraße zur Erbhoferalm

Anstiege und Bergtouren Latschenkopf

Aus der Jachenau über Langenecksattel, Laichhansenalm und Westrücken (teils nur schwache Pfadspuren, am Gipfelaufbau steile Abbrüche, aber nicht schwierig):

Eine Rundtour über den Latschenkopf startet man am besten an der Staatsstraße durch die Jachenau bei den Ortsteilen Raut, Ort und Petern. Hier gibt es nördlich der Straße einen Parkplatz, der allerdings oft dem großen Andrang nicht gewachsen ist, da er sich als Ausgangspunkt für die Benediktenwand anbietet. Zu Anfang folgt man nun auch den Wegweisern in Richtung Benediktenwand, erst kurz über Wiesen im Talgrund, dann nach rechts abbiegend auf deutlich ansteigendem Forstweg durch Mischwald. Nach einigen Kehren (die teilweise ohne Vorteil auf Fußsteigen abgekürzt werden können) erreicht der Weg eine Kreuzung direkt auf dem Langecksattel, wo der Blick auf den Kamm der Benediktenwand frei wird.

Während die Route zur Benediktenwand nun auf der anderen Seite des Sattels leicht fallend den erreichten Kamm wieder verlässt, wählt man hier die Fortsetzung weiter links, die zunächst direkt auf dem Ostrücken des Latschenkopfs verläuft. Nach einiger Zeit wendet sich der Almweg mit wenigen Metern Höhenverlust in die Südseite - hier nicht am Kamm bleiben - und quert dann die Hänge unter dem teilweise felsig abbrechenden oberen Teil des Ostrückens und dem vergleichsweise weniger auffallenden Gipfelkopf. Eine Abzweigung nach rechts, die zur Erbhoferalm führt, wird dabei ignoriert. Am Ende der Querung steigt der Weg wieder deutlich an und erreicht schließlich die Laichhansenalm auf dem Wiesensattel zwischen dem Latschenkopf und dem westlich gelegenen Labelsberg-Rücken.!ABSVom Sattel bei der Laichhansenalm ist ein kurzer Abstecher auf den Labelsberg möglich. Dieser sanfte Kamm erreicht seinen höchsten Punkt etwa einen halben Kilometer westlich der Alm. Der Gipfelpunkt bietet wegen der Bäume am Rand der Weidefläche zwar keine gute Aussicht mehr wie die Kammhöhe zuvor, der kleine Anstieg lohnt sich aber gerade aufgrund des schönen alten Baumbestands dennoch.

Vom Sattel aus führen zwei deutliche Wege auf die Nordseite des Labelskopf-Kamms: Der eine absteigend in Richtung Gopperalm, der andere knapp unter der Kammhöhe parallel zu dieser ansteigend. Den zweiten Pfad benutzt man, um das Weidegelände leicht ansteigend in Richtung auf den Gipfel zu durchqueren.Vom Pfad aus kann man jederzeit die weniger Höhenmeter bis zur Kammhöhe hinaufgehen, auf dem Pfad ist der Anstieg dabei etwas bequemer als wenn man sofort den Gratverlauf benutzt. Nachdem der Pfad sich auf etwa halber Strecke verliert, verläuft der Kamm dann fast eben und sehr breit zur ausgedehnten Gipfelfläche.

Der Latschenkopf versteckt sich vom Sattel bei der Laichhansenalm noch hinter einem vorgelagerten Gratverlauf. Dieser ist oberhalb der Alm in zwei Rücken geteilt. Zwischen den beiden kleinen Kämmen ansteigend trifft man auf einen deutlichen Pfad, der zu einer Einsattelung zwischen dem linken der beiden Gratrücken und dem Gipfelaufbau des Latschenkopfs führt (hierher auch über den linken Kamm und mit zuletzt etwas steilem, weglosen Abstieg in den Sattel möglich).

Der Pfad überquert den Sattel und führt fast eben weiter in die Nordwestflanke des Latschenkopfs. Für den direkten Gipfelanstieg zum Latschenkopf über den Westrücken gibt es ebenfalls einen kleinen Pfad, dessen Beginn im Sattelbereich aber etwas versteckt ist: Nach wenigen Schritten rechts am Verlauf des Weidezauns entlang erkennt man die nach links aufwärts führende Trittspur. Sie hält sich im weiteren Verlauf immer dicht am Kamm, der auf seiner rechten Seite bald mit steilen Felsen abbricht. Hier ist auf dem schmalen Pfad also Konzentration nötig. Im Gipfelbereich geht das Gelände in Latschenfelder über und der Steig erreicht das Gipfelkreuz schließlich von rechts her. In Abstiegsrichtung steigt man vom Gipfelkreuz wenige Schritte nach Süden (Richtung Jachenau) ab, wo der deutliche Pfad dann quer durch die Latschen nach rechts führt.

Über den Wiesen am Ausgangspunkt bei Raut zeigt sich bereits der Gipfel des Latschenkopfs

Über den Wiesen am Ausgangspunkt bei Raut zeigt sich bereits der Gipfel des Latschenkopfs

An der Wegkreuzung auf dem Langecksattel hält man sich links auf dem Kamm in Richtung Latschenkopf

An der Wegkreuzung auf dem Langecksattel hält man sich links auf dem Kamm in Richtung Latschenkopf

Der schmale Zufahrtsweg zur Laichhansenalm führt anfangs genau auf dem Ostrücken des Latschenkopfs entlang

Der schmale Zufahrtsweg zur Laichhansenalm führt anfangs genau auf dem Ostrücken des Latschenkopfs entlang

Bei der Querung der Südhänge unter dem oberen Ostrücken

Bei der Querung der Südhänge unter dem oberen Ostrücken

Schöner, lichter Wald vor dem letzten Anstieg zur Laichhansenalm

Schöner, lichter Wald vor dem letzten Anstieg zur Laichhansenalm

Blick vom Sattel bei der Laichhansenalm zum Rabenkopf

Blick vom Sattel bei der Laichhansenalm zum Rabenkopf

Im Sattel bei der Laichhansenalm

Im Sattel bei der Laichhansenalm

Von der Laichhansenalm blickt man weit ins Karwendelgebirge hinein

Von der Laichhansenalm blickt man weit ins Karwendelgebirge hinein

Abstecher zum Labelsberg: Aufstieg zu Beginn rechts vom Kamm

Abstecher zum Labelsberg: Aufstieg zu Beginn rechts vom Kamm

Zweite Hälfte des Anstiegs zum Labelsberg am breiten Wiesenrücken

Zweite Hälfte des Anstiegs zum Labelsberg am breiten Wiesenrücken

Aussicht über die Jachenau nach Süden mit dem Staffel

Aussicht über die Jachenau nach Süden mit dem Staffel

Der höchste Punkt des Labelsbergs

Der höchste Punkt des Labelsbergs

Rückblick vom Labelsberg-Gipfel auf den Aufstiegsrücken

Rückblick vom Labelsberg-Gipfel auf den Aufstiegsrücken

Die Nordseite des Labelsbergs mit den Wegen von der Laichhansenalm in Richtung Gipfel  bzw. Gopperalm

Die Nordseite des Labelsbergs mit den Wegen von der Laichhansenalm in Richtung Gipfel bzw. Gopperalm

Latschenkopf (hinten) über dem Sattel an der Laichhansenalm, vorgelagert in der Mitte und rechts die zwei parallelen Gratrücken

Latschenkopf (hinten) über dem Sattel an der Laichhansenalm, vorgelagert in der Mitte und rechts die zwei parallelen Gratrücken

Rückblick beim Aufstieg zwischen den beiden Rücken zur Laichhansenalm

Rückblick beim Aufstieg zwischen den beiden Rücken zur Laichhansenalm

Blick beim Aufstieg in Richtung Wetterstein

Blick beim Aufstieg in Richtung Wetterstein

In der Einsattelung des Westkamms; der Gipfelanstieg beginnt links des abgestorbenen Baums hinter der Buche

In der Einsattelung des Westkamms; der Gipfelanstieg beginnt links des abgestorbenen Baums hinter der Buche

Die ersten Meter des kleinen Pfads

Die ersten Meter des kleinen Pfads

Teilweise besteht der Steig nur aus einzelnen, überwachsenen Tritten

Teilweise besteht der Steig nur aus einzelnen, überwachsenen Tritten

Rückblick zum Weg, der in die Einsattelung unter dem Gipfelgrat (rechts verdeckt) führt

Rückblick zum Weg, der in die Einsattelung unter dem Gipfelgrat (rechts verdeckt) führt

Der Steig führt im mittleren Teil dicht an den schrofigen Abbrüchen der Nordflanke vorbei

Der Steig führt im mittleren Teil dicht an den schrofigen Abbrüchen der Nordflanke vorbei

Im oberen Teil zwischen den Latschen mit Blick  in Richtung Labelsberg

Im oberen Teil zwischen den Latschen mit Blick in Richtung Labelsberg

Die letzten Meter zum Gipfel

Die letzten Meter zum Gipfel

Aussicht am Gipfel auf den Kamm von der Benediktenwand bis zum Brauneck

Aussicht am Gipfel auf den Kamm von der Benediktenwand bis zum Brauneck

Von der Laichhansenalm über den Nordrücken (bis auf die ersten Meter deutlichr Pfade, leicht):

Als Variante kann man von der Laichhansenalm auch über den Nordrücken zum Latschenkopf aufsteigen. Dazu folgt man zunächst wie beim Aufstieg über den Westkamm dem Pfad in die kleine Einsattelung vor dem Gipfelaufbau. Anstatt den Weg hier zu verlassen, überschreitet man auf ihm die Einsattelung und quert die Nordwestseite des Latschenkopfs bis zum Nordrücken. Dort öffnet sich der Blick auf das Gebiet der Scharnitzalmen unter Benediktenwand und Achselköpfen sowie auf den Kessel der Erbhoferalm auf der anderen Seite des Sattels.

Ein kleiner, aber nicht zu verfehlender Pfad führt im Gras zwischen den Latschen nun zum Gipfel hinauf, meist knapp links des stärker bewachsenen Rückens

Am Sattel im Westrücken des Latschenkopfs beginnt die Querung zum Nordkamm

Am Sattel im Westrücken des Latschenkopfs beginnt die Querung zum Nordkamm

Querung auf einem kleinen Pfad

Querung auf einem kleinen Pfad

Blick zum Gipfel beim Erreichen des Nordrückens

Blick zum Gipfel beim Erreichen des Nordrückens

Ein kurzer Anstieg am Gegenhang ermöglicht einen guten Blick auf den Nordrücken mit der zum Aufstieg benutzten Latschengasse

Ein kurzer Anstieg am Gegenhang ermöglicht einen guten Blick auf den Nordrücken mit der zum Aufstieg benutzten Latschengasse

Am Nordrücken öffnet sich der Blick auf den mittleren Teil des Benediktenkamms mit den Achselköpfen

Am Nordrücken öffnet sich der Blick auf den mittleren Teil des Benediktenkamms mit den Achselköpfen

Blick zum Gipfel der Benediktenwand

Blick zum Gipfel der Benediktenwand

Über den Westrücken des Latschenkopfs schuat man in Richtung Guffert

Über den Westrücken des Latschenkopfs schuat man in Richtung Guffert

Aufstieg am Nordrücken

Aufstieg am Nordrücken

Abstieg über den Nordrücken (Gamseck) und zu den Almstraßen südlich der Benediktenwand (teilweise weglos in mäßig steilem Gelände ohne markante Orientierungspunkte):

Vom Gipfel des Latschenkopfs auf einem deutlichen Pfad am Nordrücken bis in die erste Einsattelung vor einem wieder etwas ansteigenden Gratabschnitt (hier kommt von links der Weg von der Laichhansenalm). Nun weglos am Rücken weiter, und nach kurzem Gegenanstieg über den waagerechten Kamm des unbedeutenden Gamsecks hinweg. Der weitere Verbindungskamm in Richtung Benediktenwand fällt nun zunächst flankenartig und steiler ab. Rechtshaltend steigt man an den geeignetsten, am wenigsten bewachsenen Stellen ab, um den Weg zu erreichen, der aus dem Kessel der Erbhoferalm über die Schwarzau-Diensthütte in den Sattel unterhalb der Tanneralm führt (tiefster Punkt zwischen Latschenkopf und Benediktenwand). Der Weg, der die Flanke unter dem Gamseck quert, sollte unbedingt bereits rechts zweier wasserführender Gräben - je nach Karte ist evtl. nur einer davon eingezeichnet - erreicht werden, da das Gelände weiter westlich schrofendurchsetzt und sehr steil wird.

Auf dem Steig geht es nun noch kurz nach links durch die Flanke abwärts, dann ohne große Höhendifferenzen am wieder sanfteren Kamm in Richtung Benediktenwand entlang zur Jagdhütte. Rechts an ihr vorbei folgt man anschließend einem ausgeprägten Weg hinunter in den tiefsten Sattel zwischen Latschenkopf und Benediktenwand. Dabei umgeht der Weg die Kammhöhe, die hier noch einmal eine kleine, aber auffallende Erhebung ausbildet, auf der Westseite. In umgekehrter Richtung, am Sattel startend, muss also der nach rechts aufwärts führende Steig gewählt werden. Die kleine umgangene Erhebung kann mit einem kurzer Abstecher von der Schwarzau-Jagdhütte aus zuletzt von rechts her ohne besondere Schwierigkeit, aber auf den letzten Metern steil und nicht lohnend, erreicht werden.

Der Sattel wird auf der anderen Seite knapp oberhalb von der Fahrstraße zur Tanneralm gequert. Nach dem kurzen Aufstieg dorthin geht es auf dem Fahrweg steil bergab, nach einem Waldstück dan nnach rechts in Richtung Jachenau und mit kurzen Gegenanstiegen quer unter dem Latschenkopf entlang in den Langenecksattel. Auf der anderen Seite setzt sich der Fahrweg mit Kehren im Wald fohrt und führt schnell in die Jachenau hinunter zum Parkplatz bei den Ortsteilen Petern, Ort und Raut.

Nach dem Sattel unter dem Gipfelgrat setzt sich der Nordgrat mit einem kurzen grasigen Gegenanstieg fort

Nach dem Sattel unter dem Gipfelgrat setzt sich der Nordgrat mit einem kurzen grasigen Gegenanstieg fort

Auf der folgenden kleinen Graterhebung

Auf der folgenden kleinen Graterhebung

Weiter in Richtung Benediktenwand setzt sich das Gelände nun als steilerer Hang (Vordergrund) fort

Weiter in Richtung Benediktenwand setzt sich das Gelände nun als steilerer Hang (Vordergrund) fort

Nach unten hin wird der Hang immer stärker bewachsen und man darf sich nicht von den quer verlaufenden Spuren irritieren lassen

Nach unten hin wird der Hang immer stärker bewachsen und man darf sich nicht von den quer verlaufenden Spuren irritieren lassen

Der schließlich erreichte Weg ist dann nicht zu übersehen und führt in Richtung Diensthütte

Der schließlich erreichte Weg ist dann nicht zu übersehen und führt in Richtung Diensthütte

Im Wald kurz vor der Hütte

Im Wald kurz vor der Hütte

An der Diensthütte geht es rechts vorbei

An der Diensthütte geht es rechts vorbei

Weiterweg in Richtung Sattel unterhalb der Tanneralm

Weiterweg in Richtung Sattel unterhalb der Tanneralm

Abstieg zum nahen Sattel durch Latschen

Abstieg zum nahen Sattel durch Latschen

Letzter Blick nach Westen in Richtung Bergelskopf

Letzter Blick nach Westen in Richtung Bergelskopf

Auf der anderen Seite des Sattels führt wenige Meter oberhalb die Straße zur Tanneralm vorbei

Auf der anderen Seite des Sattels führt wenige Meter oberhalb die Straße zur Tanneralm vorbei

Rückblick über den Sattel; von rechts kommt der Abstieg von der Diensthütte herunter

Rückblick über den Sattel; von rechts kommt der Abstieg von der Diensthütte herunter

Benediktenwand (östlicher Teil) im letzten Abendlicht

Benediktenwand (östlicher Teil) im letzten Abendlicht

Bichleralm unter den Südwänden der Benediktenwand

Bichleralm unter den Südwänden der Benediktenwand

Blick ins Karwendel-Vorgebirge

Blick ins Karwendel-Vorgebirge

Der noch relativ lange Weg über den Langenecksattel

Der noch relativ lange Weg über den Langenecksattel

 

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