Heißenplatte, 1593 m (Bayerische Voralpen)

Heißenplatte - Gipfel-Daten zu diesem Berg

Im Nordkamm der Aiplspitz liegt nach einer unbenannten Zwischenerhebung vor seinem Ende über dem Leitzachtal noch ein kleiner eigenständiger Gipfel, die Heißenplatte. Der gesamte Gipfelbereich ist mit Latschenkiefern überzogen, so dass nur Latschengassen einen halbwegs angenehmen Aufstieg gewährleisten können. Unterhalb des Gipfelbereichs führen zahlreiche Jagdsteige durch die hier bewaldeten Flanken der Heißenplatte, für den Aufstieg eignen sich aber am besten das Weidegelände des Geitauer Alpls und der anschließende Südwestkamm - hier ist der Routenverlauf eindeutig und man ist vor unangenehmen Überraschungen in Form von Sackgassen in den Latschen sicher.

Foto-Galerie Heißenplatte

Gipfelbereich der Heißenplatte aus dem Tal von Osten gesehen

Gipfelbereich der Heißenplatte aus dem Tal von Osten gesehen

Aiplspitz und Heißenplatte über dem Tal bei Geitau

Aiplspitz und Heißenplatte über dem Tal bei Geitau

Heißenplatte (links der Bildmitte) über den Weideflächen der Jägerbauernalm

Heißenplatte (links der Bildmitte) über den Weideflächen der Jägerbauernalm

Heißenplatte (hinten) von Südosten

Heißenplatte (hinten) von Südosten

Anstiege und Bergtouren Heißenplatte

Über den Südwestkamm (kleiner Pfad, teils etwas hinderliche Latschen):

Der Südwestkamm der Heißenplatte verbindet den Gipfel mit der Aiplspitz. An der tiefsten Einsattelung zwischen den beiden Bergen ist der Kamm grasig (Weidegelände), sonst mit Latschen bewachsen. Ein kleiner Pfad ermöglicht aber auch dort einen einigermaßen guten Aufstieg. Er weicht dabei kaum von der Kammhöhe ab, so dass es beim Aufstieg keine Orientierungsprobleme gibt. Am Gipfel selbst gibt es eine ausreichend große latschenfreie Stelle.

Der Zugang zum Sattel zwischen Aiplspitz und Heißenplatte erfolgt entweder vom Geitauer Alpl aus (teils Weg oder Kuhspuren, teils pfadlos im Weidegelände) oder von der Stelle, wo die Anstiege zur Aiplspitz aus dem Aurachtal und dem Geitauer Alpl zusammentreffen. Beide Wege erreichen dort gerade den Verbindungskamm von Aiplspitz und Heißenplatte, und zwar südlich von einer latschenbedeckten Zwischenerhebung. Diese muss noch überschritten werden, um zur tiefsten Kammeinsenkung zu gelangen. Ein alter Pfad beginnt an der letzten Kehre des Geitauer Aufstiegs nur wenige Schritte vom Kamm entfernt. Im ersten Teil ist er kurzzeitig vollständig von Latschen überwachsen, wird dann aber besser gangbar. Bis zum höchsten Punkt des Gratkopfs gibt es nur geringe Abweichungen von der Kammhöhe, dann erfolgt der Abstieg in die Einsattelung rechts des Grats auf Kuhspuren zwischen den Latschen. Obwohl diese Route aufgrund der Latschen mühsam ist, bietet sie sich als Verbindungsmöglichkeit von Aiplspitz und Heißenplatte an.

Nordwestflanke (Pfad und Latschengelände, Orientierungssinn und etwas Trittsicherheit erforderlich):

Quer durch die Nordflanke der Heißenplatte verläuft ein Steig, der offensichtlich hauptsächlich von Tieren genutzt wird. Er beginnt im Weidegebiet der Benzingalm ungefähr in dem Bereich, wo sich der Aufstiegsweg aus dem Aurachtal verzweigt (links zur Aiplspitz, rechts zu Benzingalm und Jägerkamp). Zuerst gibt es hier noch mehrere Kuhpfade, so das es schwierig ist, den richtigen Steig zu finden. Bald beginnt aber Latschengelände. Bei den ersten Latschen sollte man sich nicht zu tief halten; der Steig verläuft im Vergleich zum Wegverzweigungspunkt ein Stück höher am Hang durch die Latschen. Nach kurzer Zeit sind einige schrofige Rinnen zu queren, was ohne den Weg ziemlich schwierig wäre und auch so etwas Trittsicherheit erfordert.

Der nun deutliche Steig taucht wenig später in einen bewaldeten Abschnitt ein und verzweigt sich. Hier nimmt man den oberen Weg, der nach der langen ebenen Phase wieder etwas ansteigt. Die Verzweigung ist schwer zu erkennen, allerdings ist ggf. der weglose Anstieg zum oberen Pfad kein Problem, falls man versehentlich auf dem unteren, nach einiger Zeit fallenden Steig gelandet ist.

Der Steig führt um eine Geländekante herum in die NNW-Flanke, die in etwas auf Aurach ausgerichtet ist. Der Wald macht hier wieder Latschen Platz, die bis zum Gipfel hinauf reichen. In manchen Karten ist aus der Mitte der NNW-Flanke heraus ein Weg zum Gipfel eingezeichnet. Dieser ist allerdings nicht erkennbar, da immer wieder Wildwechsel vom querenden Steig abzweigen. Ein Anstieg zum Gipfel gestaltet sich daher ziemlich mühsam - es gibt zwar gerade im unteren Bereich Gassen in den Latschen, nach oben zu wird der Bewuchs aber immer dichter.

Der Wald, den der Steig zwischenzeitlich quert, scheint sich zunächst als bequeme Aufstiegsmöglichkeit anzubieten, allerdings enden auch hier die Bäume bereits ein gutes Stück unter dem Gipfelkamm und gehen in dichte Latschen über. Besser ist daher der Aufstieg zur Heißenplatte über den Südwestkamm oder evtl. die weitere Querung auf dem Pfad in die Nordseite des Gipfels, um zuletzt auf einer Pfadspur am Nordostkamm zum höchsten Punkt anzusteigen.

 

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