Dürrmiesing, 1863 m (Bayerische Voralpen)

Dürrmiesing über dem Soinsee

Dürrmiesing über dem Soinsee

Dürrmiesing - Gipfel-Daten zu diesem Berg

Der Dürrmiesing ist die niedrigere der beiden Erhebungen im Miesingmassiv, dafür aber weiter in Richtung Tal vorgeschoben. Er kann auf jeden Fall als eigenständiger Gipfel gelten, auch wenn in der Literatur in der Regel nur der Hochmiesing erwähnt wird. Dies liegt an der wesentlich schlechteren Zugänglichkeit des Dürrmiesings, denn im Gegensatz zu seinem Nachbarn gibt es hier keinen Weg durch die Latschen, die fast die gesamte Gipfelregion des Miesingmassivs bedecken. Auf den ersten Blick würde man deshalb meinen, keine akzeptable Aufstiegsroute zum Dürrmiesing finden zu können - es gibt aber doch die Möglichkeit, den Gipfel mit nur sehr geringer Latschenberührung zu erreichen. Ein sehr ruhiges Ziel, das nur wenige Gebietsspezialisten kennen, bleibt der Dürrmiesing natürlich trotzdem.

Foto-Galerie zum Dürrmiesing

Dürrmiesing von Südosten (Maroldschneid)

Dürrmiesing von Südosten (Maroldschneid)

Blick von den Ruchenköpfen auf die Südflanke des Dürrmiesings

Blick von den Ruchenköpfen auf die Südflanke des Dürrmiesings

Hochmiesing und Dürrmiesing über dem Soinsee

Hochmiesing und Dürrmiesing über dem Soinsee

Dürrmiesing mit Südflanke von der Auerspitz

Dürrmiesing mit Südflanke von der Auerspitz

Dürrmiesing von Südosten

Dürrmiesing von Südosten

Hoch- und Dürrmiesing aus dem Bereich der Gamswand gesehen

Hoch- und Dürrmiesing aus dem Bereich der Gamswand gesehen

Blick aus dem Tal auf die Nordostflanke des Dürrmiesings

Blick aus dem Tal auf die Nordostflanke des Dürrmiesings

Hoch- und Dürrmiesing über der Großtiefentalalm

Hoch- und Dürrmiesing über der Großtiefentalalm

Der Ostausläufer des Dürrmiesings (Steilenberg) mit Schellenberg- und Untersteilenalm

Der Ostausläufer des Dürrmiesings (Steilenberg) mit Schellenberg- und Untersteilenalm

Rotwand, Hoch- und Dürrmiesing über dem Ursprungtal

Rotwand, Hoch- und Dürrmiesing über dem Ursprungtal

Anstiege und Bergtouren Dürrmiesing

Übergang vom Hochmiesing zum Dürrmiesing (Trittsicherheit im weglosen Schutt- und Grasgelände erforderlich):

Ein Übergang zwischen den beiden Gipfeln des Miesings scheint auf den ersten Blick wegen des dichten Latschenbewuchses im gesamten Kammbereich kaum sinnvoll möglich zu sein. Es gibt aber doch eine Route ohne ganz unangenehme Latschenpassagen, allerdings zwingen die Kiefern zwischenzeitlich zu einem größeren Abweichen vom Grat.

Vom Hochmiesing über die Gipfelebene bis ihrer letzten Kuppe am eigentlichen Gratbeginn. Direkt rechts des Kamms ermöglicht grasgier Untergrund das weitere Vorankommen, schon nach wenigen Metern geht es parallel zum Kamm aber nicht mehr weiter. Hier zieht ein Grashang in Richtung des südlich gelegenen Kars hinunter. Der Abstieg über den Hang erfordert wegen einer Schuttauflage etwas Vorsicht. Bald hält man sich bereits etwas links und überquert eine kleine felsdurchsetzte Kante. Ziel ist eine querende Gasse in den Latschen über dem Kar, die bereits vom Endpunkt der Gipfelfläche am Hochmiesing aus sichtbar ist. Zuvor muss noch ein paar Meter tiefer abgestiegen werden, um ohne Latschenberührung zu dieser Stelle gelangen zu können.

Die Querung der Hänge über dem Kar im Gras- und Latschengelände ist nun durch einen Wildwechsel erleichtert. Man gelangt so zu der Schuttrinne, die sich am Gipfelgrat des Dürrmiesings bei einer schrofigen Zone des Verbindungskamms ausbildet und ins Kar herunter verläuft. Sie ermöglicht eine latschenfreie Rückkehr zum Grat, erst über Schutt und Gras, dann direkt in der ganz gut begehbaren Rinne und zuletzt mit einer kurzen Linksquerung.

Am noch verbleibenden kurzen Gratabschnitt gibt es zwar nur noch wenige latschenfreie Passagen, allerdings wachsen direkt am Kamm hier nur sehr niedrige Büsche, die selten mehr als Kniehöhe erreichen und somit gut passierbar sind. Zudem ist eine schwache Spur erkennbar. Am Dürrmiesing-Gipfel selbst sind ausreichend latschenfreie Stellen für eine bequeme Gipfelpause vorhanden.

 

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