Benediktenwand, 1800 m (Bayerische Voralpen)

Südseite der Benediktenwand gesehen vom Labelsberg-Rücken

Südseite der Benediktenwand gesehen vom Labelsberg-Rücken

Benediktenwand - Gipfel-Daten zu diesem Berg

Von den Gipfeln des Isarwinkels und in der Umrahmung der Jachenau ist die Benediktenwand am höchsten. Ungewöhnlich für die Voralpen ist dabei, dass sie auf der nördlichen Talseite liegt und damit eigentlich näher am Alpenvorland.

Während es im Gesamtgebiet der Bayerischen Voralpen zwar noch wesentlich höhere Gipfel gibt, kann die Benediktenwand doch auch hier eine Bestmarke für auch verbuchen: sie ist der Berg mit der größten Dominanz. Erst in rund 14 Kilometern Entfernung findet sich am Demeljoch im Karwendel-Vorgebirge ein höherer Punkt. Im Gegensatz zu vielen anderen Gipfeln, die ihre Umgebung dermaßen überragen, hat die Benediktenwand keinen steilen und damit besonders herausgehobenen Gipfelaufbau. Der Kamm verkauft in West-Ost-Richtung lange Zeit auf diesem großen Höhenniveau und bildet noch nicht einmal einen richtig deutlichen Gipfelpunkt aus. In Verbindung mit den wenig gegliederten Schrofenflanken auf der Nord- und Südseite passt die Bezeichnung "Wand" damit gut zum Aussehen des Gipfels. Dem Status als Hauptgipfel der Gruppe entsprechend liegt die Benediktenwand relativ weit von den Haupttälern ringsum entfernt und umgibt sich noch mit zahlreichen kleineren Nebengipfeln und Waldhügeln.

Foto-Galerie zur Benediktenwand

Gipfel der Benediktenwand vom Nordrücken des Latschenkopfs aus gesehen

Gipfel der Benediktenwand vom Nordrücken des Latschenkopfs aus gesehen

Benediktenwand von Süden

Benediktenwand von Süden

Blick von der Pfundalm zur Benediktenwand; rechts die Achselköpfe

Blick von der Pfundalm zur Benediktenwand; rechts die Achselköpfe

Glaswand und Benediktenwand von Süden

Glaswand und Benediktenwand von Süden

Östlicher Teil der Südwand an der Benediktenwand

Östlicher Teil der Südwand an der Benediktenwand

Benediktenwand von Osten

Benediktenwand von Osten

Gipfel der Benediktenwand mit den steilen nördlichen Abbrüchen

Gipfel der Benediktenwand mit den steilen nördlichen Abbrüchen

Benediktenwand über dem Jochberg und dem Walchensee

Benediktenwand über dem Jochberg und dem Walchensee

Jochberg mit der Jocheralm vor der Benediktenwand

Jochberg mit der Jocheralm vor der Benediktenwand

Goldbraune Herbstwiesen an der Benediktenwand im Abendlicht

Goldbraune Herbstwiesen an der Benediktenwand im Abendlicht

Östlicher Teil der Benediktenwand über dem Kessel der Oberen Hausstattalm

Östlicher Teil der Benediktenwand über dem Kessel der Oberen Hausstattalm

Benediktenwand von Nordosten

Benediktenwand von Nordosten

Benediktenwand-Gipfel

Benediktenwand-Gipfel

Aussicht vom Gipfel des Latschenkopfs auf den Kamm von der Benediktenwand bis zum Brauneck

Aussicht vom Gipfel des Latschenkopfs auf den Kamm von der Benediktenwand bis zum Brauneck

Anstiege und Bergtouren Benediktenwand

Übergang vom Brauneck über Stangeneck und Latschenkopf zur Benediktenwand (bis zum Latschenkopf leichter Wanderweg, dann teils schrofig, seilversichert und stark geglätteter Fels):

Diese zurecht sehr beliebte Tour ermöglicht die Überschreitung des gesamten Hauptgrats im Benediktenkamm. Mit Brauneck, Stangeneck, Latschenkopf und Benediktenwand werden dabei vier Gipfel bestiegen. Außerdem liegen der Schrödelstein, der Vordere Kirchstein und der Gipfel der Achselköpfe unmittelbar am Weg, so dass sich die Gipfelausbeute noch erweitern lässt

Vom Brauneck-Gipfel führt zunächst ein Fahrweg über den breiten Kamm abwärts und dann links am Schrödelstein vorbei, der von hier in einem ganz kurzen Abstecher bestiegen werden kann. Weiterhin knapp links des Kamms wird dahinter der weite Sattelbereich zwischen Schrödelstein und Stangeneck passiert. Hierher gelangt man auch von der der Bergstation der Brauneck-Bergbahn durch Querung auf einem Fahrweg unter Brauneck und Schrödelstein hindurch, wobei direkt nach dem Schrödelstein der schräg zum Kammbereich hinauf abzweigende Weg zu nehmen ist.

Gemeinsam führen nun beide Routen weiter auf einem breiten, geschotterten Weg, der dann, wo der Kamm zwischenzeitlich etwas schmaler wird, in einen normalen Wanderweg übergeht. Das Stangeneck wird immer im Kammbereich überschritten, wobei der Gipfelbereich mit seinen Grashängen besonders schön ist. Vom höchsten Punkt des Stangenecks aus wandert man über einen sanften, langsam abfallenden Kammrücken auf das Gipfelpaar von Latschenkopf und Vorderem Kirchstein zu. Aus der tiefsten Einsattelung nach dem Stangeneck geht es kurz hinauf zum Verbindungskamm dieser beiden Gipfel, von wo aus mit wenigen Metern Anstieg der Vordere Kirchstein über Gras einfach erreicht werden kann. Die Fortsetzung der eigentlichen Kammwanderung zum Latschenkopf wendet sich dagegen in die andere Richtung und führt nach links am Kamm hinauf. Nach dem Aufstieg über einen breiten Wiesenrücken steht man bald am Gipfel. Nach Süden hin bricht der Gipfel im Kontrast zu den flachen Grashängen der Aufstiegsseite sehr steil ab.

Der Weiterweg bleibt zunächst knapp rechts des Kamms. An einer spaltenartig eingeschnitten Scharte vorbei entfernt er sich im dichten Latschengelände ein Stück vom Grat, quert dann zum Kamm zurück wechselt mit einer scharfen Linkskurve auf die andere Seite hinüber (hier zweigt ein undeutlicher Pfad zum Hinteren Kirchstein ab, der mit ein wenig Mehraufwand ebenfalls gut in die Tour einbezogen werden kann). Auf der anderen Seite des Kamms folgt sofort wieder eine Rechtskehre. Zwischen Latschen geht es weiter auf den kurzzeitig nach Süden abbiegenden Hauptkamm, zuletzt durch einen Spalt zwischen zwei Felsblöcken mit Latschendach hindurch - er wäre zwar genauso umgehbar, so ist der Wegverlauf aber origineller. Im weiten Sattelbereich zwischen Latschenkopf und Achselköpfen endet dann der leichte Teil des Wanderwegs. Im weiteren Verlauf an den Achselköpfen und im Aufstieg zur Benediktenwand gibt es mehrfach seilversicherte Stellen und auch eine Leiter. Dazu weist der Weg oft felsigen Untergrund auf und dort ist der Fels aufgrund der zahlreichen Begehungen immer stark geglättet und daher rutschig, so dass etwas Vorsicht nötig ist.

Am steil aufragenden ersten und höchsten Gipfel der Achselköpfe geht es dementsprechend nun etwas anspruchsvoller aufwärts, wobei sich die Route wieder rechts des südlich steil abbrechenden Kamms hält. Auch der Gipfel selbst wird vollständig rechts umgangen, kann aber vom Weg aus in wenigen Minuten erreicht werden. Über den zweiten und dritten Gratkopf der Achselköpfe, die allerdings beide deutlich niedriger sind, führt der Weg dagegen direkt hinüber. Durch das viele Auf und Ab kommt man hier im Gegensatz zu den sanften Kammpassagen im bisherigen Verlauf nicht mehr allzu schnell voran.

Hinter den Achselköpfen kommt man schließlich zum ausgedehnten Sattelbereich vor der Benediktenwand mit einer Wegverzweigung (rechts Abstiegsmöglichkeit ins Längental). Zwischen Latschen und über Gras geht es nun hinauf zum Absatz rechts unter dem Ansatz eines felsigen Gratabschnitts. Geradeaus gib es von hier aus einen Abstiegsweg zur Tölzer Hütte, zur Benediktenwand dagegen führen Seilversicherungen nach links gleich ziemlich steil in die Felsen hinauf. Nach dem Aufschwung wird der Kamm dann allmählich flacher. Der Weg passiert einen ersten Vorkopf und erreicht dann nach nochmaligem kurzen Anstieg die Gipfelfläche. Hier dürfte die erste Kuppe schon die höhere sein und nicht die einige Minuten entfernte zweite, auf der das Gipfelkreuz und kurz unterhalb eine Schutzhütte stehen.

Im Aufstieg zum Stangeneck

Im Aufstieg zum Stangeneck

Rückblick zum Brauneck mit der Bergbahnstation am rechten Bildrand

Rückblick zum Brauneck mit der Bergbahnstation am rechten Bildrand

Auf dem Stangeneck mit Blick auf den weiteren Wegverlauf in Richtung Vorderem Kirchstein und Latschenkopf (links)

Auf dem Stangeneck mit Blick auf den weiteren Wegverlauf in Richtung Vorderem Kirchstein und Latschenkopf (links)

Rückblick zum Stangeneck vom Bereich des Vorderen Kirchsteins aus

Rückblick zum Stangeneck vom Bereich des Vorderen Kirchsteins aus

Am Sattel unter dem Vorderen Kirchstein bietet sich ein schöner Blick zur Benediktenwand

Am Sattel unter dem Vorderen Kirchstein bietet sich ein schöner Blick zur Benediktenwand

Kurz nach Passieren des Vorderen Kirchsteins ergibt sich dieser Blick auf den nahen Gipfel

Kurz nach Passieren des Vorderen Kirchsteins ergibt sich dieser Blick auf den nahen Gipfel

Im Gipfelbereich des Latschenkopfs

Im Gipfelbereich des Latschenkopfs

Fortsetzung der Kammroute über die Achselköpfe zur Benediktenwand

Fortsetzung der Kammroute über die Achselköpfe zur Benediktenwand

Kurz nach dem Latschenkopf-Gipfel kommt man an dieser Spalte vorbei, die in die Südwand hinabführt

Kurz nach dem Latschenkopf-Gipfel kommt man an dieser Spalte vorbei, die in die Südwand hinabführt

Der Weg weicht dem Kamm nun im Latschengelände etwas nach Norden aus

Der Weg weicht dem Kamm nun im Latschengelände etwas nach Norden aus

Die Wegpassage durch einen Latschentunnel

Die Wegpassage durch einen Latschentunnel

Der Weg führt nun auf den Hauptgipfel der Achselköpfe zu

Der Weg führt nun auf den Hauptgipfel der Achselköpfe zu

Eine Leiter hilft über eine kleine und eigentlich nicht sehr steile Stufe hinweg

Eine Leiter hilft über eine kleine und eigentlich nicht sehr steile Stufe hinweg

Typisches Gelände im Bereich der Achselköpfe

Typisches Gelände im Bereich der Achselköpfe

Der Weg hat nun immer wieder über schrofige Passagen

Der Weg hat nun immer wieder über schrofige Passagen

Nur wenig unterhalb des höchsten Punkts der Achselköpfe quert der Weg die Nordflanke

Nur wenig unterhalb des höchsten Punkts der Achselköpfe quert der Weg die Nordflanke

Zwischen der höchsten und der mittleren Erhebung der Achselköpfe

Zwischen der höchsten und der mittleren Erhebung der Achselköpfe

Rückblick zum umgangenen Hauptgipfel der Achselköpfe

Rückblick zum umgangenen Hauptgipfel der Achselköpfe

Noch einmal deutlich höher als die Achselköpfe schwingt sich der Kamm an der Benediktenwand auf

Noch einmal deutlich höher als die Achselköpfe schwingt sich der Kamm an der Benediktenwand auf

Weiterer Wegverlauf über den Achselköpfe-Kamm

Weiterer Wegverlauf über den Achselköpfe-Kamm

Gesicherte Passage beim Abstieg in den Sattel zwischen Achselköpfen und Benediktenwand

Gesicherte Passage beim Abstieg in den Sattel zwischen Achselköpfen und Benediktenwand

Rückblick zur markant aufragenden letzten Erhebung der Achselköpfe

Rückblick zur markant aufragenden letzten Erhebung der Achselköpfe

Steiler Anstieg am ersten Aufschwung der Benediktenwand

Steiler Anstieg am ersten Aufschwung der Benediktenwand

Rückblick zu den Achselköpfen

Rückblick zu den Achselköpfen

Am wieder flacheren Gipfelgrat der Benediktenwand

Am wieder flacheren Gipfelgrat der Benediktenwand

Die letzten Meter der langen Kammwanderung zur Schutzhütte und zum Kreuz auf der Benediktenwand

Die letzten Meter der langen Kammwanderung zur Schutzhütte und zum Kreuz auf der Benediktenwand

Gipfelblick in Richtung Guffert

Gipfelblick in Richtung Guffert

Rückblick vom Gipfelkreuz auf die möglicherweise schon etwas höhere benachbarte Kuppe

Rückblick vom Gipfelkreuz auf die möglicherweise schon etwas höhere benachbarte Kuppe

Abstieg zur Tölzer Hütte und zum Parkplatz am Arzbach (leichter Wanderweg):

Beim Abstieg von der Benediktenwand zur Tölzer Hütte muss der ausgedehnten Nordwand entweder links oder rechts großräumig ausgewichen werden. Am schnellsten ist dabei die Route über den oberen Westkamm: Vom Gipfel steigt man anfangs einige Meter nach Süden hinunter und wendet sich dann nach rechts in die eigentliche Abstiegsrichtung. Zwischen dichten Latschen hindurch führt der Weg parallel zum rechts oberhalb bleibenden Kamm mit zunächst nur wenig Höhenverlust abwärts. Wichtig ist, dass man nicht den ebenfalls vorhandenen Pfaden folgt, die vom Gipfel aus im unmittelbaren Kammbereich bleiben, da sie meist in Sackgassen in den Latschen enden.

Eine Einsenkung wird rechts umgangen, dann geht es wieder links des Kamms weiter. Allmählich biegt der Weg auf den deutlicher abfallenden Westrücken ein, wo nach einiger Zeit das etwas eintönige Latschengelände endet und die Büsche mehr und mehr von Bäumen abgelöst werden. Wo nach links der Abstieg zur Glaswandscharte abzweigt, bleibt der Weg zur Tölzer Hütte noch kurz am Westkamm, um dann aber in den Hang rechts abzuknicken, der leicht fallend gequert wird.

Nach Überschreitung eines nach Norden ziehenden Kamms wird der Blick auf den Kessel unter den Nordabbrüchen der Benediktenwand frei, in dem unten die Tölzer Hütte liegt. Ab hier erlaubt der Weg einen schnellen und direkten Abstieg zur Hütte unter den eindrucksvollen Wänden der Benediktenwand.

Wer von der Tölzer Hütte zum Parkplatz am Arzbach am Talausgang des Längentals absteigen möchte, kann hierfür die Route über die Tiefentalalm wählen. Sie erfordert zwar zunächst einen Gegenanstieg, führt dafür aber noch einmal durch alpines Gelände. Wenige Meter vor der Hütte nimmt man den Weg nach rechts in Richtung Zwiesel/Blomberg und steigt dann schräg über den Hang unter dem Glenner Bergl hindurch zum Kamm auf, der den Kessel der Tölzer Hütte vom Talschluss oberhalb der Tiefentalalm trennt. Auf der anderen Seite geht es kurz an der Karschwelle entlang abwärts auf den gegenüber liegenden Hennenkopf zu, dann (wieder Wegweiser zum Zwiesel) nach links in Kehren hinunter zur Tiefentalalm. Der restliche Abstieg erfolgt auf der Zufahrtsstraße der Alm. Auf der noch langen Strecke bis zum Parkplatz geht es bei allen Kreuzungen geradeaus, wobei zwischendurch ein langgezogener Gegenanstieg zum Sattel bei der Sattelalm zu absolvieren ist.

Tiefblick von der Benediktenwand zur Tölzer Hütte

Tiefblick von der Benediktenwand zur Tölzer Hütte

Der Westkamm und unten rechts ein Teilstück des späteren Abstiegs vom Gipfel aus gesehen

Der Westkamm und unten rechts ein Teilstück des späteren Abstiegs vom Gipfel aus gesehen

Rückblick zum Gipfelkreuz beim Abstieg unter der dichten Latschenzone des Westkamms

Rückblick zum Gipfelkreuz beim Abstieg unter der dichten Latschenzone des Westkamms

Ohne den Weg wäre ein Durchkommen hier kaum möglich

Ohne den Weg wäre ein Durchkommen hier kaum möglich

Abstieg ins Hochtal der Tölzer Hütte

Abstieg ins Hochtal der Tölzer Hütte

Oberhalb bieten die Nordwände der Benediktenwand eine schöne Kulisse

Oberhalb bieten die Nordwände der Benediktenwand eine schöne Kulisse

Die Tölzer Hütte ist bereits sichtbar, darüber der Hennenkopf

Die Tölzer Hütte ist bereits sichtbar, darüber der Hennenkopf

Kurz vor der Tölzer Hütte

Kurz vor der Tölzer Hütte

Beim Weiterweg in Richtung Tiefentalalm und Arzbachtal bietet sich nach einem Gegenanstieg dieser Blick auf das Hennenkopf-Massiv

Beim Weiterweg in Richtung Tiefentalalm und Arzbachtal bietet sich nach einem Gegenanstieg dieser Blick auf das Hennenkopf-Massiv

Moosenbergkopf und Längenberg im Abendlicht

Moosenbergkopf und Längenberg im Abendlicht

Abstieg zur Tiefentalalm

Abstieg zur Tiefentalalm

Letzter Rückblick zur Benediktenwand

Letzter Rückblick zur Benediktenwand

Ankunft bei der Tiefentalalm

Ankunft bei der Tiefentalalm

 

Gipfelseiten.de - © 2013, E-Mail: mail@gipfelseiten.de - Impressum / Kontakt